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Winklevoss-Brüder besitzen 1 % aller Bitcoins

Der wilde Ritt der Webwährung Bitcoin geht weiter: Nach parabolischen Ausschlägen wurden vorgestern neue Allzeithochs bei 266 Dollar aufgestellt. Keine 48 Stunden später ist der Kurs eines Bitcoins auf 66 Dollar abgestürzt – 75 Prozent des virtuellen Wertes wurden vernichtet. Betroffene sind die Winklevoss-Brüder, die nach eigenen Angaben 1 Prozent an der weltweiten Webwährung besitzen – das wären nach letzten Kursen immerhin noch rund 7 Millionen Dollar. Dumm nur: Mittwoch waren es noch 27 Millionen Dollar...

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Der wilde Ritt der Webwährung Bitcoin geht weiter: Nach parabolischen Ausschlägen wurden vorgestern neue Allzeithochs bei 266 Dollar aufgestellt. Keine 48 Stunden später ist der Kurs eines Bitcoins auf 66 Dollar abgestürzt – 75 Prozent des virtuellen Wertes wurden vernichtet. Betroffene sind die Winklevoss-Brüder, die nach eigenen Angaben 1 Prozent an der weltweiten Webwährung besitzen – das wären nach letzten Kursen immerhin rund 7 Millionen Dollar. Dumm nur: Mittwoch waren es noch 27 Millionen Dollar…

Es ist wohl der verrückteste Börsenrausch seit den Ausschlägen der New Economy: Der fieberhafte Anstieg der virtuellen Webwährung Bitcoin. Im Januar 2009 vom Hacker Satoshi Nakamoto gestartet, sind Bitcoins seit 2010 als Zahlungsmittel im Einsatz – zunächst waren sie nur wenige Cent wert.

Das änderte sich schnell: 2011 wurden die ersten Notierungen über 1 Dollar gemessen, Anfang dieses Jahres waren es 10 Dollar. Doch mit dem Aufflammen der Eurokrise durch die zweiwöchige Bankenschließung in Zypern Mitte März setzte ein echter Run auf Bitcoin ein: Die Webwährung haussierte, als würde morgen das Hartgeld ausgehen – der Kurs der digitalen Währung explodierte binnen weniger Wochen von 50 auf vergangene Woche 150 Dollar.

Bitcoin-Crash: spekulative Exzesse wie bei der Tulpenmanie

Seitdem bieten sich Käufer und Verkäufer heiße Gefechte. Bis auf 266 Dollar trieben Spekulanten einen Bitcoin am Mittwoch: Dann setzte eine kollektive Verkaufswelle ein, die an das Platzen der Internetblase um die Jahrtausendwende erinnerte – nur im Schnelldurchlauf.

48 Stunden später ist der Crash perfekt: 200 Dollar sind nach panikartigen Verkäufen in der Spitze abhanden gekommen – ein Bitcoin wurde am frühen Freitagmorgen nur noch für 66 Dollar gehandelt, ehe eine leichte Erholunf einsetzte. 75 Prozent an Wert wurden innerhalb von nicht mal zwei Tagen vernichtet. Der spekulative Exzess des Bitcoin erinnert stark an die Manie um Tulpenzwiebel im des 17. Jahrhundert.

Von 27 auf 7 Millionen Dollar in 48 Stunden

Mittendrin sind zwei bekannte Internet-Investoren, die schon ganz andere Investoren-Träume haben platzen sehen –  die berüchtigten Winklevoss-Brüder, die jahrelang gegen Mark Zuckerberg wegen der Gründungsidee zu Facebook prozessierten.

Wie die New York Times exklusiv berichtet, sind Cameron und Tyler Winklevoss seit letztem Sommer massiv in die boomende Webwährung investiert. Die Rede ist von einem Prozent der aktuell virtuell verfügbaren knapp 11 Millionen Bitcoins.

In der Spitze war das "Winklevii"-Investment am Mittwoch demnach 27 Millionen Dollar wert, heute morgen aber nur noch 7 Millionen Dollar – ein irrer Ritt, selbst wenn man bedenkt, dass die streitbaren Brüder nach der Einigung im Facebook-Prozess 20 Millionen Dollar in bar und Facebook-Aktien im Wert von heute noch mal 200 Millionen Dollar erhielten.

Winklevoss-Brüder kaufen nach

Zur Ehrenrettung der früheren US-Olympia-Teilnehmer im Rudern sei gesagt, dass die Winklevoss-Brüder im Sommer vergangenen Jahres mit ihrem Investment begannen – damals notierte der Bitcoin bei maximal 15 Dollar. Demnach liegen sie heute noch komfortabel vorne.

Und tatsächlich sehen die Internet-Unternehmer Bitcoin als Langfristinvestment an: "Die Leute nehmen Bitcoin nicht ernst. Das wird sich aber ändern. In einiger Zeit wird man sagen, virtuelle Währungen werden sich durchsetzen. Wir sind in der frühen Phase." Die New York Times berichtet, die Winklevoss-Brüder hätten nach dem Kurssturz am Donnerstag, bei dem die Webwährung von 266 auf unter 130 Dollar fiel, noch mal nachgekauft. 24 Stunden später hatten sich die Kurse noch mal halbiert.

Ganz klar Stellung zum jüngsten Hype um Bitcoin bezieht unterdessen Steve Hanke, Professor der Johns Hopkins Universität, in der New York Times: "Zu sagen, dass Bitcoin eine hochspekulative Währung sei, wäre die Untertreibung des Jahrhunderts!"  

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