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Augstein-Tochter kritisiert Spiegel-Mitarbeiter

Öffentliche Kritik, das zu viel in der Öffentlichkeit geredet wird, ist ein modernes Kommunikationsparadoxon. Ein Beispiel dafür liefert nun die Tochter des Spiegel-Gründers Rudolf Augstein, Franziska. Gegenüber Statement TV ärgert sie sich laut, dass so viele Interna aus dem Gesellschafterkreis des Spiegel nach außen dringen. "Dergleichen Gequatsche macht die Jahresbilanz nicht besser", sagte die 49-jährige Journalistin. Laut Statement TV soll eine schnelle Nachfolge-Lösung auf den Chefposten nicht zu erwarten sein.

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"Wer da Spiegel-Interna nicht für sich behalten konnte, scheint übersehen zu haben, dass er oder sie damit nicht bloß einen lächerlichen Medienwirbel auslöst und dem guten Ruf des Hauses schadet, sondern auch sich selbst keinen Gefallen tut: Dergleichen Gequatsche macht die Jahresbilanz nicht besser", sagte Augstein gegenüber der bislang weitgehend unbekannten TV-Agentur Statement TV.

Die Spiegel-Gesellschafterin ärgert sich vor allem darüber, dass dem Hamburger Abendblatt Informationen zugespielt wurden, wonach die beiden Chefredakteure Georg Mascolo und Mathias Müller von Blumencron auf der Kippe abberufen werden sollten. Nachdem die Zeitung am Samstag darüber berichtet hatte, entwickelte die Geschichte eine solche Dynamik, dass der Verlag die Doppelspitze schon am Dienstag  beurlaubte.

Laut Statement TV soll eine schnelle Nachfolge-Lösung auf den Chefposten des Nachrichtenmagazins nicht zu erwarten sein. Am gestrigen Donnerstag hatte der Focus berichtet, dass bereits am heutigen Freitag der aktuelle dpa-Chefredakteur, Wolfgang Büchner, als neuer Blattmacher beim Spiegel vorgestellt würde.

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Laut der TV-Agentur habe zu seriösen Verhandlungen mit potentiellen Kandidaten nach dem Blitz-Rauswurf der beiden Vorgänger noch keine Gelegenheit bestanden. Innerhalb der Gesellschafterversammlung des Hamburger Verlages sitzt allerdings Franziskas Bruder, Jakob Augstein alleinvertretungsberechtigter Dauertestamentsvollstrecker, der den 24-Prozent-Anteil der Familie vertritt.

Bereits 2005 meldete sich die Redakteurin der Süddeutschen Zeitung, die zudem mit deren Innenpolitikchef Heribert Prantl liiert ist, kritisch in Sachen Spiegel zu Wort. Auf einer Konferenz warf sie dem damaligen Spiegel-Chefredakteur Stefan Aust eine Verflachung der journalistischen Standards beim Nachrichtenmagazin vor.

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