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Spiegel-Verlag stellt New Scientist ein

Die Spiegel-Gruppe räumt auf: Nachdem sich die Hamburger gerade erst von ihren beiden Chefredakteuren trennten, beendet die Verlagsführung nun auch den Versuch mit dem New Scientist ein wöchentliches Wissenschaftsmagazin in Deutschland zu platzieren. Am 31. Mai soll die letzte Ausgabe des Heftes, das unter der Regie von Lothar Kuhn produziert wurde, erscheinen. Als Grund nennt der Verlag, dass das publizistische Konzept im deutschen Markt nicht ausreichend angenommen wurde.

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"Wir sehen keine hinreichende wirtschaftliche Perspektive für unseren Titel und müssen den New Scientist leider einstellen", erklärt der Geschäftsführer der New Scientist Deutschland GmbH, Michael Plasse. "Wir bedauern die Entscheidung sehr und danken allen Mitarbeitern in Redaktion, Dokumentation und Verlag für ihr großes Engagement."

Der deutsche New Scientist war Anfang November 2012 als Lizenztitel des britischen Originals im Spiegel-Verlag gestartet. Zur Einführung bot man das Heft für 2 Euro an und druckte 55.000 Exemplare. Ab der vierten Ausgabe stieg der Preis für das knapp 70 Seiten dicke Heft auf 4,50 Euro.

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Das Heft bot überwiegend Übersetzungsstücke, die zum Teil für das deutsche Publikum angepasst wurden. Aber auch eigene Geschichten produzierte die Redaktion um Chefredakteur Lothar Kuhn. Der gab zum Start des Heftes das Ziel aus: "Wir wollen niveauvoll unterhalten."
Bereits vor eineinhalb Wochen berichtete das Hamburger Abendblatt, dass der deutsche New Scientist auf der Kippe stehen würde. Die verkaufte Auflage läge lediglich im unteren fünfstelligen Bereich, die Abo-Auflage sogar nur bei rund 6.000 Exemplaren, wobei viele dieser Abonnements nur probeweise seien.
Vom Spiegel-Verlag wurden die Spekulationen vor eineinhalb Wochen noch nicht bestätigt. Man betonte: Eine Entscheidung über die Zukunft des deutschen New Scientist werde erst im Sommer gefällt, so wie es bereits länger abgesprochen sei. Nun ist die Entscheidung doch schon eher gefallen. 

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