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Spiegel-Nachfolge: Büchner als Favorit

Die Frage, wer neue Spiegel-Chefredakteur wird, könnte schneller als gedacht beantwortet werden. Laut Focus Online soll die Neubesetzung des Top-Jobs bereits am morgigen Freitag verkündet werden. Bei der Abberufung der bisherigen Chefredakteure Georg Mascolo und Mathias Müller von Blumencron am Dienstag ließ der Verlag bereits verlauten, dass der Nachfolger “in Kürze” bekanntgegeben würde. Wenn nun tatsächlich schon Nägel mit Köpfen gemacht werden, läuft alles auf Wolfgang Büchner hinaus.

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Büchner ist derzeit Chefredakteur der dpa in Berlin. Er würde alle Anforderungen an einen neuen Spiegel-Chefredakteur erfüllen: Er kommt von außerhalb, er hat Erfahrung im Führen großer Redaktionen, er kann Online, er hat den richtigen Spiegel-Stallgeruch. Ob er gute Titel machen kann, muss er dann zeigen, wenn es soweit ist. Büchner war geschäftsführender Redakteur bei Spiegel Online unter Mathias Müller von Blumencron. 2003 wurde er bei dem Online-Angebot stellvertretender Chefredakteur. Als Müller von Blumencron 2008 zum Co-Chefredakteur des Spiegel berufen wurde, stieg Büchner gemeinsam mit Rüdiger Ditz bei Spiegel Online zum Chefredakteur auf.

Im Verlag wurden dem selbstbewussten Büchner schon immer Ambitionen nachgesagt, dass er gerne alleiniger Chefredakteur von Spiegel Online wäre. 2010 ergriff er die Gelegenheit und wechselte als Chefredakteur zur dpa. Dort stemmte er den schwierigen Umzug der Agentur von Hamburg nach Berlin. Den Kontakt zu seiner alten Redaktion ließ er jedoch nie abreißen – Büchner war bei Redaktionsfesten und Hamburg-Besuchen immer gern gesehener Gast beim Spiegel.

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Schon länger gab es in der Branche Gerüchte, dass der Spiegel-Verlag vor allem für den Print-Spiegel einen neuen Chef sucht. Büchners Name wurde dabei schon von Beginn an ins Spiel gebracht. Nun kann es laut Focus Online schon morgen konkret werden. Print-Chef Mascolo galt als angezählt, weil die von ihm verantworteten Titel oft unterdurchschnittlich verkauften und er innerhalb der Redaktion viele gegen sich aufbrachte. Ein Spiegel-Chefredakteur muss nicht unbedingt Beliebtheitspreise gewinnen, aber er sollte dann wenigstens Hefte verkaufen – siehe Stefan Aust.

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