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Die Welt veröffentlicht Multimedia-Reichweite

Axel Springer prescht in der seit Jahren schwelenden Diskussion um eine gemeinsame Reichweite von Online-, Print- und Mobil-Angeboten einer Medienmarke vor. Erstmals hat das Unternehmen mit Hilfe von Allensbach für Die Welt eine Multimedia-Reichweite errechnen lassen. Ergebnis: 1,4 Mio. Leute kommen pro Tag mit Inhalten der Welt-Angebote in Kontakt. Der Weisheit letzter Schluss ist die angewandte Methodik noch nicht, Ziel von Springer ist ein branchenweiter gemeinsamer Standard.

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Axel Springer prescht in der seit Jahren schwelenden Diskussion um eine gemeinsame Reichweite von Online-, Print- und Mobil-Angeboten einer Medienmarke vor. Erstmals hat das Unternehmen mit Hilfe von Allensbach für Die Welt eine Multimedia-Reichweite errechnen lassen. Ergebnis: 1,4 Mio. Leute kommen pro Tag mit Inhalten der Welt-Angebote in Kontakt. Der Weisheit letzter Schluss ist die angewandte Methodik noch nicht, Ziel von Springer ist ein branchenweiter gemeinsamer Standard.

Und so kam die gemeinsame Nutzerzahl aller Ableger der Medienmarke zustande: Die Welt und Welt kompakt erreichen auf Papier laut Allensbacher Werbeträger–Anaylse (AWA) 941.000 Leser pro Tag. Online kommt Die Welt (ehemals Welt Online) laut AGOF auf 716.000 Unique User pro Tag. Mit dem Analyse-Tool Webtrekk hat Axel Springer zudem 229.165 tägliche Besucher der Mobil-Website gemessen, sowie 9.302 Smartphone-App-Nutzer und 26.373 Tablet-App-Nutzer.

Addiert ergeben diese fünf Einzelzahlen eine Bruttoreichweite von 1,92 Mio. Leuten pro Tag. Nun kam das Institut für Demoskopie Allensbach ins Spiel, das mit Hilfe einer Befragung Mehrfachnutzer ermittelt hat, also Menschen, die beispielsweise Website und Zeitung oder App und Welt kompakt, usw. nutzen. Abzüglich dieser Mehrfachnutzer ergaben sich dann die besagten 1,41 Mio. Menschen, die pro Tag ein Produkt der Medienmarke Welt konsumieren.

Springer nennt diese Analyse einen "Impuls für die aktuelle Debatte". Und man gibt auch zu, dass es sich nicht um den "Stein der Weisen" handelt. Das ist tatsächlich so, denn allein die völlig unterschiedlichen Methodiken, mit denen die Einzelzahlen zustande gekommen sind, machen die Welt-Reichweite allenfalls zur interessanten Spielerei. So ermittelt die AWA die Leser pro Ausgabe per Befragung, die Mobile-Zahlen hat man mit einer Messung herausgefunden, die z.B. nicht unterscheiden kann, ob eine Person mit drei verschiedenen Geräten auf der mobilen Website war – und sie daher als drei Personen wertet. Und die AGOF ermittelt ihre Zahlen mit einem Mischmodell aus Befragung und Messung.

Springer-Ziel ist daher auch gar nicht, die Studie in genau dieser Form in den Markt zu drücken, sondern den Anstoß für einen branchenweiten Standard zu geben. "Je eher unsere eigene Studie verschwinden wird, desto erfolgreicher waren wir damit", so Springer-Vorstand Jan Bayer. Dennoch: Gerade in Zeiten, in denen die Inhalte einer Medienmarke auf immer mehr verschiedenen Plattformen verfügbar gemacht werden – vom Papier über das ePaper zur Website, App und einigem mehr – ist es tatsächlich sinnvoll und erforderlich, eine Multimedia-Reichweite einzuführen.

Die sollte dann allerdings tatsächlich branchenübergreifend sein. Die Welt-Reichweite wurde auf tägliche Nutzer ausgelegt, eine Einheit, die beispielsweise Online-Medien wie Spiegel Online, Focus Online und Zeit Online ausschließen würde, da sie keine täglichen Print-Gegenstücke haben, sondern wöchentliche. Eine gemeinsame Multimedia-Reichweite sollte also möglichst wöchentliche, wenn nicht monatliche Zahlen enthalten – und zudem alle Einzelteile mit derselben oder einer mindestens ähnlichen Methodik errechnen. Nur dann würden aus der Spielerei ernst zu nehmende Zahlen werden.

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