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ProQuote fordert Chefredakteurin für Spiegel

Führt bald eine Frau den Spiegel? Wenn es nach dem Willen von ProQuote geht, ist die Zeit reif dafür. Die Journalisteninitiative fordert nun mit „Nachdruck“, dass bei der Neubesetzung der vakanten Spiegelspitze Frauen berücksichtigt werden. Sollte den Gesellschaftern der Mut fehlen, eine Frau die alleinige Führung zu übertragen, könnte das von der FAZ in die Diskussion gebrachte Herausgebermodell zum Tragen kommen. Konkrete personelle Vorschläge macht ProQuote nicht.

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„Der Spiegel ist das Leitmedium der Republik“, sagt Annette Bruhns, ProQuote-Vorsitzende und selber Spiegel-Redakteurin. „Das Blatt kann jetzt beweisen, dass es auch gesellschaftlich voran geht.“

Im Gegensatz zu anderen Zeitungen und Magazinen gibt es bislang in der Spiegel-Führung tatsächlich keine Entscheiderinnen. „Auch bei der Zeit, beim Focus oder bei Bild haben inzwischen Frauen in den Chefetagen das Sagen“, so Bruhns. „Der Spiegel hat jetzt die Chance, in der Moderne anzukommen. Es gibt Kolleginnen, die die Kompetenz, das Format und den Willen haben, Deutschland wichtigstes Nachrichtenmagazin zu führen.“

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In der Berichterstattung über potentielle neue Spiegel-Chefs wird bislang immer nur die Medienwissenschaftlerin Miriam Meckel als mögliche Nachfolgerin von Georg Mascolo und Mathias Müller von Blumencron genannt. Sollte den Spiegel-Gesellschaftern der Mut fehlen, auf eine Frau zu setzen, gäbe es noch die Möglichkeit auf ein Modell umzuschwenken, dass die FAZ gerade ins Gespräch gebracht hat. Dabei könnte der Spiegel von einem Chefredakteur oder einer Chefredakteurin und einem Herausgeber und einer Herausgeberin geführt werden. Eine der beiden Positionen könnte dann ganz im Sinne von ProQuote besetzt werden.

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