Web-Nutzer verwechseln Thatcher und Cher

Der Tod von Margaret Thatcher fand - wenig überraschend - auch seinen Widerhall in den sozialen Medien. Und wie so oft beim 140-Zeichen-Dienst wurde das Trending Topic verschlagwortet. Gegner der früheren britischen Premierministerin wählten dafür das Hashtag #nowthatchersdead – "jetzt ist Thatcher tot". Doch es gab auch eine andere Lesart, die eine amerikanische Popsängerin und Filmschauspielerin betraf, deren Fans sofort in virtuelle Trauerarbeit verfielen – fälschlicherweise...

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Es ist so eine Sache mit dem Trauerreflex: Oft sind die Buchstaben „RIP“ schneller geschrieben als darüber nachgedacht wird. „Ruhe in Frieden“ als Beileids-, vor allem aber als Solidarisierungsbekenntnis. Unpassend nur, wenn es jemanden betrifft, der eigentlich putzmunter unter den Lebenden weilt.

Ausgelöst hatte den Trauersturm der Hashtag #nowthatchersdead. Das sollte eigentlich heißen "jetzt ist Thatcher tot." Da ging es um das  Ableben der früheren britischen Premierministerin Margaret Thatcher. Die Initiatoren: Notorische Gegner der "Eisernen Lady", die seit längerer Zeit schon die makabere Webseite IsThatcherdeadyet.co.uk aufgesetzt hatten. Doch wer hier aufrichtige Trauer suchte, war fehl am Platz. Blöd nur, dass eine andere Lesevariante bei der Wortfolge aber auch möglich war, nämlich: "jetzt, wo Cher tot ist". Das ging an die Adresse der 66-jährigen US-Entertainerin.

„Man sollte Großbuchstbaben in Hashtags verwenden“

So bekam auch Cher einige Nachrufe ab, wie das Wall Street Journal herausarbeitete. „Hab gerade den Hashtag gesehen. War kein Fan, aber Du hast Respekt für Deinen Einfluss verdient“, twitterte ein Nutzer. Ein anderer rezitierte mit schwarzem Humor einen früheren Hit: „Wenigstens findest Du jetzt mehr über Liebe nach dem Leben heraus.“  

„Das ist ein sehr gutes Beispiel, warum man Großbuchstbaben in Hashtags verwenden sollte“, bemühte sich ein anderer Nutzer um Aufklärung. Man kann sicher sein: Nicht der letzte Fall von Social Media-Verwirrung.

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