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Facebook testet bezahlte Nachrichten

Es liest sich zuerst wie ein verspäteter Aprilscherz von Facebook: Nach einer erfolgreichen Testphase unter US-Nutzern führt das weltgrößte Social Network in Großbritannien die sogenannten “Priority Messages” ein. Diese ermöglichen Nutzern die Kontaktaufnahme mit Prominenten und Personen außerhalb ihres Freundeskreises - allerdings gegen eine Gebühr. Der Preis hängt unter anderem von der Zahl der Follower einer Person ab. Die Rede ist von durchschnittlich zehn britischen Pfund pro Promi-Nachricht.

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Damit will das Unternehmen nach eigener Aussage die Spamflut eindämmen, der sich viele Prominente und Nutzer ausgesetzt sehen. Die Kommunikation mit Freunden soll weiterhin kostenlos bleiben. Wer einer nicht befreundeten Person eine Facebook-Nachricht schicken will, kann entweder rund 71 Pence bezahlen und dann benachrichtigt werden, wenn der Kontakt die Message erhalten hat, oder aber kostenlos eine Mail in einen kaum sichtbaren Ordner schicken, über den der Nutzer keine Benachrichtigung bekommt. Die Bezahlung ist per Kreditkarte und erst ab 18 Jahren möglich.
Tiefer in die Tasche greifen müssen Fans prominenter Persönlichkeiten. Laut der Sunday Times macht das Unternehmen die Kosten pro Nachricht von der Popularität im Social Network abhängig. Für eine Mail an den Rapper Snoop Dogg aka Snoop Lion würden rund zehn britische Pfund fällig. Der Promi selbst sieht nichts von dem Geld, das Facebook zu hundert Prozent einbehält.
Also wird spammen nicht unmöglich, sondern nur teuer? Das Social Network dementiert diesen Vorwurf. So sei etwa die Zahl der bezahlten “Priority Messages”, die ein Nutzer erhalten kann, begrenzt. Ferner sei es einer Person auch nicht möglich, trotz Bezahlung eine andere Person erneut zu kontaktieren, falls diese den unbekannten Mailer auf die Spamliste gesetzt hat.  “Das Bezahlsystem, um Nicht-Freunde zu kontaktieren, ist dafür gedacht, Spam zu verhindern und gleichzeitig dem Bedürfnis nachzukommen, Menschen außerhalb des sozialen Umfelds zu kontaktieren”, heißt es in einer Mitteilung.
Derzeit prüfe man in Großbritannien und anderen Ländern die optimale Preisstruktur. Wann das Feature nach Deutschland kommt, ist noch unklar. Einen weltweiten Rollout hat das Social Network noch nicht angekündigt.

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