Web-Zeitung sammelt über 1 Mio. Euro ein

Die niederländische Internet-Zeitung De Correspondent will im September mit einem radikalen Modell starten: Ganz ohne Anzeigen sollen hochwertige Inhalte nur von den Abonnenten finanziert werden. Bisher hat das Projekt schon über 17.000 Abonnenten gefunden, die bereit sind, 60 Euro pro Jahr vorzuschießen. In nur acht Tagen war das benötigte Mindest-Startkapital von 1 Mio. Euro beisammen. Das Tagesgeschehen soll zwar abgebildet werden, man wolle sich aber nicht zum “Sklaven” davon machen.

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Hinter dem Projekt De Correspondent stecken der frühere Chefredakteur der Tabloid-Zeitung NRC Next, Rob Wijnberg, sowie Harald Dunnink, der Gründer der Digital-Design-Agentur Momkai aus Amsterdam. De Correspondent will hoch qualitativen Journalismus bieten.

Jeden Tag soll es neue Inhalte in Form von langen Artikeln, Videos und Podcasts geben. Die Inhalte werden für PCs, Tablets und Smartphones aufbereitet. Es wird keine einzelnen Ausgaben geben. sondern Geschichten werden sukzessive veröffentlicht. Artikel sind meist in Niederländisch, es soll aber auch einige wenige Texte in Englisch geben.

Das Projekt erinnert an das US-Blog “The Dish” von Andrew Sullivan. Der Blogger verkündete Anfang des Jahres seine Trennung von dem Online-Medium “The Daily Beast”. Künftig soll “The Dish” nur noch aus Abo-Gebühren finanziert werden. Sullivan sammelte innerhalb von 24 Stunden über 12.000 Jahresabos und 330.000 Dollar ein.

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