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RTL: schwächster März seit über 20 Jahren

RTLs Quotenkrise geht weiter: Auch im März lief es für den erfolgsverwöhnten Sender alles andere als glänzend. Ehemalige Megahits wie "DSDS" laufen nicht mehr rund, neue Formate wie "Die Zuschauer" floppten komplett. Folge: Mit 14,8% gab es in der Zielgruppe den schlechtesten März-Marktanteil seit über 20 Jahren. Ähnlich die Situation bei ProSieben und Sat.1: Auch dort war man in den vergangenen 20 Jahren in keinem März so schwach. Zulegen konnten kleinere Sender - wie DMAX, das einen neuen Alltime-Rekord aufstellte.

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Der März im Gesamtpublikum:

Beginnen wir mit unserem Blick auf den TV-Monat März aber im Gesamtpublikum. Dort verteidigte das ZDF erneut seine Marktführerschaft – und das trotz eines Verlustes von 0,4 Punkten. Mit nun 13,1% ist man zum vierten Mal hintereinander die Nummer 1. Leicht zulegen konnte Das Erste, leichte Verluste gab es für RTL, das mit 11,2% inzwischen deutlich hinter den beiden großen Öffentlich-Rechtlichen liegt.

Dahinter konnte Sat.1 deutlich zulegen, allerdings kommt der Sender auch von einem desaströsen Februar-Ergebnis. Die 8,3% sind auch weiterhin zu wenig für Sat.1. Zu den Gewinnern gehören auf den Rängen 5 bis 15 des Rankings kabel eins, das NDR Fernsehen und das mdr Fernsehen, verloren haben ProSieben, das WDR Fernsehen, das Bayerische Fernsehen und das SWR Fernsehen. Noch weiter hinten verbesserte sich zdf_neo auf den neuen Alltime-Rekord von 0,9% und Sat.1 Gold auf inzwischen 0,3%.

Der Blick auf die meistgesehenen Sendungen des Monats zeigt, warum ARD und ZDF so deutlich vor RTL liegen: dem Privatsender fehlen inzwischen die massenkompatiblen Leuchttürme im Programm. So finden sich in der März-Top-20 ausschließlich Sendungen des Ersten (14) und des ZDF (6). Ganz vorn gewann das "Tatort"-Duo aus Münster und Hamburg den Monat – mit grandiosen, seit fast 20 Jahren nicht erreichten Zuschauerzahlen von 12,99 Mio. und 12,74 Mio.

Ebenfalls in der Top 20 dabei: die beiden WM-Qualifikationsspiele gegen Kasachstan, zwei weitere Sonntags-Krimis des Ersten, zwei Folgen des ZDF-Dreiteilers "Unsere Mütter, unsere Väter" und – nur auf Platz 13 – "Wetten, dass..?". Das stärkste RTL-Programm, "Wer wird Millionär?" vom 11. März, belegt mit 6,36 Mio. nur Rang 31, Sat.1 kommt mit "Der Minister" auf Platz 103, Vox mit "Stirb langsam 4.0" auf Rang 347 und ProSieben mit "Schlag den Raab" auf den 355. Platz.

Der März bei den 14- bis 49-Jährigen:

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Besser sieht es bei den Privatsendern natürlich im jungen Publikum aus. Allerdings gleichzeitig auch so schlecht wie seit über 20 Jahren nicht. Alle drei großen Privaten, RTL, ProSieben und Sat.1 erlebten in dieser Zeit keinen so schwachen März wie in diesem Jahr. Sat.1 konnte sich dabei im Vergleich zum Horror-Februar immerhin um 0,9 Zähler steigern und kommt beinahe wieder einmal an die 10%-Marke heran, RTL und ProSieben büßten hingegen 0,5 und 0,6 Marktanteilspunkte ein.

Mehr als 0,1 Zähler verloren hat zudem RTL II, mehr als 0,1 gewonnen hingegen DMAX, das mit 1,7% seinen zehnten Platz festigt, allmählich Super RTL auf die Pelle rückt und einen historischen Rekord aufgestellt hat. Denn: Nie zuvor seit dem Start des Senders erreichte er 1,7%. Weiter hinten bestätigte RTL Nitro seinen Rekord von 0,8%, zdfinfo und zdf_neo ihren von je 0,7%.

Im Gegensatz zum Gesamtpublikum konnte RTL in der Sendungs-Top-20 der 14- bis 49-Jährigen durchaus Plätze erobern, allerdings auch nicht wie in früheren Zeiten fast alle, sondern nur 7. Achtmal vertreten ist Das Erste, dreimal das ZDF und zweimal Sat.1. Ganz vorn finden sich auch hier die beiden "Tatorte" aus Hamburg und Münster, Til Schweiger schlug die Münsteraner hier allerdings klar. Dahinter folgt Fußball aus der WM-Qualifikation und der Champions League.

Stärkstes RTL-Programm war im März der Oster-Hit "Rapunzel – Neu verföhnt" auf Platz 8, Sat.1 belegt mit "Kokowääh" Rang 12. Nicht in der Top 20 vertreten ist ProSieben: "Schlag den Raab" belegt als Top-Programm des Monats nur Platz 57. Knapp die Top 100 verpasst hat die stärkste Vox-Sendung: "Stirb langsam 4.0" erreichte mit 1,71 Mio. 14- bis 49-Jährigen Rang 101.

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