Kai Diekmann bekommt die Google-Brille

Stolz wie Bolle verkündete Bild-Chefredakteur Kai Diekmann seinen inzwischen 7.500 Followern, dass er einer der Auserwählten ist, der Googles Datenbrille Glass testen darf. Diekmann, der sich seit vergangenem Sommer auf einer Bildungsreise im Silicon Valley befindet, hatte bis Ende Februar mit durchaus einfallsreichen Tweets seine Bewerbung abgegeben. Der Bild-Chef ist einer von 8.000 Nutzern, die die Google Glass testen dürfen. Dafür muss man aber stolze 1.500 Dollar bezahlen.

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Das Silicon Valley-Leben von Kai Diekmann ist um eine Attraktion reicher. Noch bis Juni weilt der Bild-Chefredakteur an der US-Westküste und ist dabei, die Vorzüge seines iPhones und unzähligen Apps besser kennenzulernen.

Doch bald bekommt Diekmann ein neues Spielzeug, das – wenn man Analysten Glauben schenken darf – nicht weniger als die Zukunft ist: die Datenbrille Google Glass. "You’re invited to join our ‪#glassexplorers program. Woohoo! Make sure to follow us – we’ll DM in the coming weeks", retweetete Kai Diekmann die frohe Kunde gestern gegen 19 Uhr deutscher Zeit an seine 7.500 Twitter-Follower.

"Ich bin begeistert! Vielen Dank – ich freue mich auf das Experiment und die Erfahrung!", twitterte Diekmann an Googles @projectglass zurück. Der Bild-Chefredakteur hatte es geschafft: Diekmann wurde aus den ca. 145.000 Bewerbungen ausgewählt und darf sich bald über seine Datenbrille aus Mountain View freuen.

"Einen ganz anderen Blick auf das Leistungsschutzrecht mit Google Glass"

Dafür hatte sich der Bild-Chefredakteur allerdings auch einiges einfallen lassen müssen. "Help! Is there any creative idea, why the german AS-Team in Palo Alto should become a Glass Explorer? #ifihadglass", lautete am 23. Februar zunächst die allgemeine Aufforderung zum Brainstorming.

Am 25. Februar ging die Bewerbungsphase – Test-Kandidaten mussten sich mit einer guten Begründung via Twitter oder Google+ bewerben –  dann richtig los. Ein Tweet mit Foto und der Begründung, warum Diekmann Glass-Nutzer werden muss (mit groß geschriebenen HAVE): "I look so much more handsome with them!"

Ein anderer Beitrag zum Thema lautete: "#ifihadglass I would probably have a very different view on Google #LSR" – also zu deutsch: Mit der Datenbrille würde er das Leistungsschutzrecht vermutlich ganz anders sehen. Für diesen Tweet gab es eine Favoriten-Markierung von Google-Sprecher Kay Oberbeck.

Ein Glasser der ersten Stunde

Der Gewinner-Beitrag war jedoch ein anderer: Mit den Glasses könnte Diekmann alle seine Leute in Deutschland virtuell in das Silicon Valley mitnehmen. Der Tweet erhält acht Bild-Retweets. Unter anderem von: Bild.de Unterhaltung, Bild Politik, Bild.de Sport, Bild.de News und Bild.de.

Ob es am Ende dieser Tweet war, der Diekmann in den Genuss der Datenbrille brachte – man weiß es nicht. Fest steht nur, das Testvergnügen lässt sich Google auch fürstlich bezahlen: 1500 Dollar müssen die Tester berappen – und sich die Google Glasses persönlich in New York, Los Angeles oder San Francisco abholen – also direkt um die Ecke.

Wann die Google Glasses an die Tester ausgeliefert werden, wurde nicht bekannt. Die Auserwählten erhalten dazu eine Direktnachricht via Twitter. Wir sind sicher: Es wird nicht lange dauern, bis Diekmann seine Follower über die Sicht der Dinge durch die Datenbrille informiert und wir dann nach der schnellen Nutzung von Vine auch zu lesen bekommen: ‚Ich bin ein Glasser der ersten Stunde.‘

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