Flipboard 2.0 macht Nutzer zu Verlegern

Publishing Es scheint, als hätten sich die Macher von Flipboard ausgiebig mit den Wünschen ihrer 50 Millionen registrierter Nutzer auseinandergesetzt. In der Ausgabe 2.0, die ab sofort für für iPhone und iPad erhältlich ist, macht die App seine User noch stärker zu Machern ihrer eigenen Magazine. Sie können sich Beiträge auf das Gerät schicken und Inhalte aus unterschiedlichsten Quellen einfließen lassen. Verlage haben mehr Möglichkeiten, Beiträge zu veröffentlichen und Geschichten zu präsentieren.

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So ist es möglich, Artikel, Videos oder Fotos in Ihrem Flipboard zu sammeln und in der Community zu teilen. Leser haben die Möglichkeit durch die "Plus"-Funktion in der App oder mit Hilfe des Flipboard Bookmarket Magazine mit individuellen Inhalten zu füllen. Bislang basiert der Inhalt der Flipboard-Magazine auf thematisch strukturieren Listen oder Social-Network-Accounts. Die Idee hinter der neuen Offenheit: Jeder kann sein eigenes Magazin öffentlich stellen und so neue Nutzer anlocken, die liken, kommentieren oder abonnieren können. Dadurch wächst die Leserschaft. Interagieren Nutzer mit einem eMag, erfährt der Autor das über das neue Flipboard-Benachrichtigungssystem. Mit der "Teilen"-Funktion auf jedem Magazincover können Nutzer zudem ein Magazin schnell über E-Mail, Facebook oder Twitter mit Freunden teilen.

"Mehr als 50 Millionen Nutzern verwenden Flipboard täglich als Plattform für Dinge, die sie lieben, die sie begeistern oder faszinieren. Nun wird es zu einem großartigen Ort, um Meinungen oder Lieblingsgeschichten zu teilen und seinen Interessen auf visuelle Art und Weise Ausdruck zu verleihen. Diese Neuerung schafft einen einzigartigen Mehrwert und stellt die Flipboard-Erfahrung für unsere Leser gänzlich neu auf", sagt Mike McCue, CEO und Co-Founder Flipboard.
Ein neues Magazin zu erstellen ist nach Meinung der Macher kinderleicht: “Einfach auf einen Artikel oder Foto die ‘Plus’-Funktion drücken, "Magazin erstellen" auswählen, Titel sowie Beschreibung hinzufügen und eine Kategorie festlegen”, heißt es in einer Mitteilung. Verlage und Blogger versucht man zu besänftigen: “Der Quellenbezug zu jeglichem Inhalt, der in ein Magazin geflippt wird, wird gewahrt und Inhalte aus den sozialen Medien wie zum Beispiel Kommentare, Retweets oder "Gefällt mir"s werden mit Hinweisen zu der Originalquelle dargestellt.”

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Wer nichts von der neuen Offenheit der Magazin-App hält, kann Flipboard auch unterm Radar nutzen. Durch die Aktivierung der "Privat"-Funktion sind eigene Inhalte für andere Nutzer nicht sichtbar. Mit Version 2.0 lassen sich zudem erstmals Inhalte nach Themen, Personen oder Hashtags suchen. Auf diese Weise sollen Nutzer neue Magazine entdecken.

Magazine von Nutzern und Verlegern werden regelmäßig im Inhaltsverzeichnis unter "Neu & Bemerkungswert" und "Von unseren Lesern" vorgestellt. Wie das aussehen könnte, haben bereits der Rolling Stone mit einem Beatles-eMag oder National Geographic mit einer Sonderausgabe zu Tigern demonstriert.
Erstmals lassen sich auch Anzeichen einer geplanten Monetarisierung erkennen: So verkündet das Unternehmen die Kooperation mit Etsy, einem Online-Marktplatz für handgemachte Produkte, Vintage und Künstlerbedarf. Eigens für die App designed, haben die Nutzer der Flipboard-Community die Möglichkeit, Produkte von Etsy in ihre Magazine einzubauen oder direkt Artikel des Blogs käuflich zu erweben. Mittels einer integrierten Etsy Shopping Cart und der "Kaufen"-Funktion kann direkt über Flipboard geshoppt werden. Weitere Shops dürften folgen.

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