Telekom erwägt Drosselung bei DSL

Die Deutsche Telekom erwägt, künftig bei DSL Internet-Verbindungen ab einem bestimmten Daten-Volumen die Geschwindigkeit zu drosseln. Die Telekom und andere Anbieter gehen beim mobilen Internet für Smartphones und Tablet-PCs schon lange so vor. Wer Highspeed-Internet über das Inklusiv-Volumen hinaus nutzen will, muss dafür dann extra zahlen. Bereits ab Mai könnte eine solche Regel auch für Festnetz-Neuverträge gelten. Die Telekom hält dieses Vorgehen für besonders sozial.

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Entsprechende Gerüchte gab es schon länger. Im Konzern-Blog bezog die Telekom nun Stellung und bestätigte entsprechende Gedanken. Telekom Corporate-Blogger Philipp Blank schreibt: "Warum gibt es solche Überlegungen? Wie alle Netzbetreiber steht auch die Telekom vor einer großen Herausforderung: Auf der einen Seite wächst das Datenvolumen exponentiell. Die Netze müssen also massiv ausgebaut werden und das kostet Milliarden. Auf der anderen Seite kennen die Telekommunikationspreise seit Jahren nur eine Richtung: abwärts und das rasant."
Eine Lösung sei es daher, das in den Tarifen enthaltene Datenvolumen zu begrenzen. Bei der Telekom begründet man dies auch sozial: "Der Vorteil ist, dass nur die Kunden mehr zahlen müssten, die tatsächlich mehr Volumen beanspruchen. Bisher ist es so, dass sämtliche Nutzer die intensivere Nutzung einiger quersubventionieren." Für die meisten Kunden würde das integrierte Volumen völlig ausreichen.
Das Blog fanboys.fm berichtet, es gäbe bei der Telekom konkrete Pläne die Drosselung in Neu-Verträgen bereits ab dem 2. Mai aufzunehmen. Die gedrosselte Geschwindigkeit würde demnach 384 KBit/s betragen. Das High-Speed-Volumen würde je nach Vertrag unterschiedlich ausfallen. In den DSL-Veträgen läge es bei 75 Gigabyte, bei VDSL-Veträgen bei 200 Gigabyte und bei den Glasfaser-Verträgen bei 300 bis 400 Gigabyte. 
Das würde vor allem Nutzer treffen, die Beispielsweise online Filme anschauen. Der aktuelle James Bond-Film "Skyfall" ist in HD-Auflösung bei iTunes beispielsweise fast 5,5 Gigabyte groß. Auch Menschen, die TV-Übertragungen via Streams anschauen, wären möglicherweise betroffen. 
Die Telekom betont jedoch, noch sei nichts konkret: "Um es noch einmal klarzustellen: Bisher gibt es keine neuen Tarife. Wenn sich daran etwas ändert, werden wir darüber informieren." Für Bestandskunden würde sich ohnehin nichts ändern. "Natürlich ändert sich für bestehende Verträge nichts und bei Neuabschlüssen werden Kunden selbstverständlich über die Vertragsbedingungen transparent informiert", ist im Telekom-Blog zu lesen.

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