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Apples iOS 7 wird „schlichter und flacher“

Die Spannung steigt: Seit Design-Guru Jonathan Ive im Herbst von Tim Cook mit der Leitung des Software-Designs betraut wurde, brodelt die Gerüchteküche, wie die nächste Version des mobilen Betriebssystems iOS aussehen könnte. Fest steht: Im Juni wird iOS 7 auf der Entwicklerkonferenz WWDC vorgestellt. "Schlichter und flacher" soll das iOS-Design daherkommen, berichtet das Wall Street Journal nun. Doch für eine Generalüberholung des bewährten mobilen Betriebssystems ist es wohl noch zu früh...

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Die Spannung steigt: Seit Design-Guru Jonathan Ive im Herbst von Tim Cook mit der Leitung des Software-Designs betraut wurde, brodelt die Gerüchteküche, wie die nächste Version des mobilen Betriebssystems iOS aussehen könnte. Fest steht: Im Juni wird iOS 7 auf der Entwicklerkonferenz WWDC vorgestellt. "Schlichter und flacher" soll das iOS-Design daherkommen, berichtet das Wall Street Journal nun. Doch für eine Generalüberholung des bewährten mobilen Betriebssystems ist es wohl noch zu früh…

Was für einen Unterschied sechs Monate machen können. Heute auf den Tag vor einem halben Jahr war wieder einmal iDay: Apple schickte das wichtigste Produkt des Jahres ins Rennen – das iPhone 5. Wie auf Bestellung zog auch die Apple-Aktie noch einmal auf ein neues Allzeithoch bei 705 Dollar an – ein Niveau, das die Anteilsscheine seitdem nie wieder sehen sollten.

In den vergangenen 180 Tagen ist extrem viel passiert mit und um Apple. Die Aktie ist um 40 Prozent abgestürzt, 270 Milliarden Dollar Börsenwert wurden vernichtet, das Gewinnwachstum ist zum Erliegen gekommen und Samsung ist – zumindest mengenmäßig – zum unangefochtenen Champion der Smartphonebranche aufgestiegen. Man kann sagen, die Stimmung in Cupertino war schon mal besser.

Jonathan Ive bestimmt künftig komplett, wie etwas bei Apple aussieht

Auch Apples Management-Team wurde einmal kräftig durchgeschüttelt –  John Browett und Scott Forestall wurden Ende Oktober  spektakulär entlassen. Forstalls Ende, der sogar als potenzieller CEO-Kandidat gehandelt wurde, wird gleichfalls als Auftakt der Ära von Chefdesigner Jonathan Ive gesehen.

Ive galt schon unter Steve Jobs als Schlüsselfigur bei Apple – Tim Cook übertrug dem 44-jährigen Briten, der bislang nur das Hardware-Design verantwortete, nun zusätzlich die Aufgabe als Chefdesigner der Software. In anderen Worten: Wie etwas bei Apple aussieht, wird künftig einzig und allein vom in England zum Ritter geschlagenen Design-Guru bestimmt.

WWDC im Juni: Ives erster großer Auftritt in neuer Rolle

Ives erste große Aufgabe wird nun die optische Überarbeitung des mobilen Betriebssystems iOS sein, das mancher Rivale schon als in die Jahre gekommen sieht. Der deutsche Blackberry-Chef Thorsten Heins kanzelte das 2007 mit dem ersten iPhone vorgestellte iOS gerade erst als veraltet ab.

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Entsprechend groß sind die Erwartungen an Ive, Apple in schwierigen Tagen wieder einen frischen Coolness-Faktor zu verpassen. Das erste Mal in neuer Rolle muss Ive im Juni auf der Entwicklerkonferenz WWDC vor die Weltöffentlichkeit treten.

"Nicht möglich, ein Betriebssystem in sechs Monaten zu überarbeiten"

Der gewöhnlich gut informierte Tech-Blogger John Gruber (Daring Fireball) hatte vergangene Woche bereits eher schlechte Nachrichten für Apple-Fans: „iOS 7 wird weniger der Sprung nach vorne als viele Leute erhoffen“, erklärte Guy der iOS-Entwickler Guy English im Podcast mit Gruber.

 „So wie die Planung funktioniert, ist es nicht möglich, ein Betriebssystem in sechs Monaten von Grund auf zu überarbeiten“, erteilte English den Hoffnungen auf Ives erstes Ausrufezeichen in neuer Rolle eine ziemlich deutliche Absage. „iOS8 wird vielleicht interessant.“

iOS-Veränderungen seien "ziemlich konservativ"

Auf was können sich Apple-Nutzer dann aber überhaupt in der nächsten Generation des mobilen Betriebssystems einstellen? Wall Street Journal-Reporterin Jessica Lessin berichtet in ihrem Blog „Digits“ in Bezug auf Quellen aus dem Unternehmen von einem „schlichteren und flacheren iOS-Design“.

Was das genau heißen mag, bleibt unklar. Das WSJ berichtet weiter, die Veränderungen seien „ziemlich konservativ“, was Grubers Podcast stützt. Der WSJ-Blog-Ableger berichtet zudem, die Zusammenarbeit zwischen den Design-Teams der Hard– und Softwaresparte seien unter Ive verstärkt worden. Am Ende werden im Juni für Ive jedoch nur die Ergebnisse zählen – so minimalistisch sie auch ausfallen mögen.

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