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Werbemarkt: Magazine verlieren Millionen

Die nächste Hiobsbotschaft für die deutschen Publikumszeitschriftenverlage: Auch im Februar ging es am Anzeigenmarkt deutlich nach unten. Allein die 50 umsatzstärksten Titel verloren im Vergleich zum Vorjahresmonat laut Nielsen brutto 8,7 Mio. Euro, alle von Nielsen ausgewerteten Magazine liegen nach dem Februar auf das Gesamtjahr bezogen 8,1% bzw. 44 Mio. Euro im Minus. Zu den größten Verlierern gehörten auch im Februar wieder der stern, die Bild am Sonntag und die Computer Bild, die allesamt mehr als 20% einbüßten.

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Satte 30,0% unter dem Vorjahr liegt die Bild am Sonntag nach Ablauf der beiden ersten Monate. Mit anderen Worten: Brutto landeten 5,8 Mio. Euro weniger in den Kassen des Blattes. Dahinter folgen in der Absteiger-Liste nun der stern, rtv, Focus und Spiegel. Prozentual gesehen sieht es vor allem auch für TV Hören und Sehen, Computer Bild und Für Sie dramatisch aus.

Nach oben ging es u.a. für vier Zeitschriften mit weiblicher Zielgruppe: freundin, inTouch, Gala und Jolie. Außerdem legten Schöner Wohnen und AD kräftig zu, ebenso wie die beiden Lufthansa Magazine und das Springer-Programmie-Duo TV Digital und Hörzu.

Das Ranking der Neulinge, die vor einem Jahr noch nicht in der Nielsen-Statistik erfasst waren, führt das Boulevard-Blatt Closer an. Mit 1,31 Mio. Euro führt es vor Burdas neuem Modemagazin Cover und der Fitness-Zeitschrift Loox.

In die Top 50 aller Titel schaffte es aber noch keiner der Neulinge. Dafür wären 2,19 Mio. Euro nötig gewesen. Angeführt wird die Liste weiter vom stern – auch wenn Der Spiegel, der im Gesamtjahr 2012 erstmals seit Ewigkeiten vor dem stern lag, auch in diesem Jahr kräftig aufholt. Das passiert aber nicht etwa, weil sich Der Spiegel so positiv entwickelt, er verliert nur weniger als der stern. Die Bild am Sonntag verliert unterdessen den Anschluss an das Spitzenduo, dahinter bleibt der Focus hinter Brigitte und rtv.

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Die größten prozentualen Verlierer auf den Rängen 1 bis 25 heißen Bild am Sonntag, stern und rtv, nach oben ging es hier nur für sechs Titel: freundin, TV Digital, Gala, Hörzu, Elle und Vogue.

In der zweiten Hälfte der Top 50 finden sich sogar sechs Titel mit einem Minus von mehr als 20%: Für Sie, Computer Bild, Apotheken Umschau B, Superillu, TV Hören und Sehen und Lisa. Eine dramatische Entwicklung. Nach oben schossen Schöner Wohnen und InTouch, auch Eltern, das Zeitmagazin und Joy können sich über starke Zuwächse freuen. Insgesamt gewannen hier immerhin neun der 25 Titel Brutto-Umsatz hinzu.

Wie immer muss an dieser Stelle noch erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht als solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Titel und den Werbedruck sind sie dennoch.

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