P7S1: hollywoodreifer Börsen-Aufschwung

Das erste Viertel des Börsenjahres ist fast vorbei – und ein klarer Favorit unter den Medienwerten zeichnet sich ab. Weder Überflieger Sky noch Kursbremse Springer begeistern 2013 die Anleger, sondern ein alter Bekannter schwingt sich zu neuen Höchstleistungen auf. Um happige 32 Prozent notierten die Anteilsscheine von ProSiebenSat.1 höher als per 31.12. letzten Jahres. Lohn der Börsenrally: Anfang dieser Woche stellten die Münchner die höchsten Kurse seit 2007 auf.

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Das erste Viertel des Börsenjahres ist fast vorbei – und ein klarer

Favorit unter den Medienwerten zeichnet sich ab. Weder Überflieger Sky noch Kursbremse Springer begeistern 2013 die Anleger, sondern ein alter Bekannter schwingt sich zu neuen Höchstleistungen auf. Um happige 32 Prozent notierten die Anteilsscheine von ProSiebenSat.1 höher als per 31.12. letzten Jahres. Lohn der Börsenrally: Anfang dieser Woche stellten die Münchner die höchsten Kurse seit 2007 auf.

Der März macht’s. Immer wieder sorgen die Sturmfluten des Frühlings sprichwörtlich für neue Verhältnisse an den Weltbörsen: 2000 platzte im März die große Internetblase. 2003, heute vor zehn Jahren, ging die dreijährige Börsenbaisse zu Ende – und das just an jenem Tag, als die USA den Irak-Krieg begannen. Sechs Jahre später ging wieder im März die Börsenkrise nach der Lehman-Pleite zu Ende.

Wer sich in jenen Tagen 2009 die Aktie von ProSiebenSat.1 ins Portfolio gelegt und bis heute durchgehalten hat, blickt auf einen der bemerkenswertesten Kursaufschwünge der vergangenen Jahrzehnte zurück. Für weniger als einen Euro wechselten Anteilsscheine von ProSiebenSat.1 vor vier Jahren den Besitzer – gestern waren es 28 Euro. In anderen Worten: Binnen 48 Monaten die unfassbare Wertsteigerung von 2700 Prozent.

Jahresbilanz beflügelt

Und wie es aussieht, hat die Aufwärtsbewegung nochmals Schwung zugelegt: Ein sattes Drittel gewann das Münchener Medienkonglomerat seit Januar an Wert.

Gute Nachrichten für Investoren gab es zuhauf: Die Jahresbilanz mit einem Gewinnzuwachs von 31 Prozent kam an der Börse ebenso gut an wie die kräftige Dividendenanhebung und der Teilausstieg der Private Equity-Investoren KKR und Permira. Übernahmespekulationen wurden dadurch neu entfacht.

Die Banken stufen hoch

Diese Woche erst gab es noch mal Grund zur Freude für Aktionäre: Die Aktie konnte neue Jahreshochs markieren und liegt bei 28 Euro nur noch rund 5 Prozent vom 6-Jahreshoch von 30 Euro entfernt. Es wäre die höchste Notierung seit  dem Allzeithoch von2000, als Anleger sogar 45 Euro zu zahlen bereit waren.

Analysten heben weiter den Daumen: Vor wenigen Tagen erst hob die UBS das Kursziel auf 30,50 Euro. JP Morgan und das Bankhaus Lampe hatten ihre Kursziele Anfang März ebenfalls angehoben, wurden in den vergangenen Wochen dabei aber bereits von der Börsenrealität überholt. Was für einen hollywoodreifen Unterschied vier Jahre machen können: Aus einem Pennystock ist inzwischen ein Dax-Kandidat geworden.

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