Der öffentliche Flirt der van der Vaarts

Sie waren das Glamour-Paar der deutschen Fußball-Bundesliga. Er der Top-Spieler beim HSV, sie ein Werbestar und Publikumsliebling. Dementsprechend groß war der Aufschrei in den Boulevardmedien, nachdem sich Rafael und Sylvie van der Vaart trennten. Die Berichterstattung riss in den vergangenen Wochen nicht ab. Und findet ihren vorläufigen Höhepunkt in einem Bericht, der eine Kuss-Szene psychologisch analysiert. Inszenieren da zwei Medienprofis ihre Beziehung? Oder werden sie inszeniert?

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“Der erste Kuss nach dem Ehe-Aus” titelte die Hamburger Hamburer Morgenpost am Mittwoch. Zu sehen ist eine Kussszene zwischen Sylvie und Rafael van der Vaart, wie sie Hollywood nicht besser inszenieren könnte. Er: zupackend und dominant. Sie: ablehnend, aber nicht abgeneigt. Die Morgenpost konsultiert einen Psychologen. Der resümiert: “Ihr Körper sagt nein, mit dem Mund sagt sie ja zum Kuss. In vorigen Jahrhunderten nannte man das Koketterie.”
Nicht nur die Körpersprache einer Sylvie van der Vaart ist widersprüchlich. Vielmehr ist es das Verhalten des getrennt lebenden Paares gegenüber den Medien. Denn hier deutete so rein gar nichts auf eine Versöhnung der beiden hin. Vielmehr schienen Yellow Press und Boulevard die Trennung und ihre Folgen bis zum letzten Tropfen Relevanz auszupressen. So hieß es etwa am 8. März, dass Sylvie seit der Trennung unter einer Hetzkampagne der Nachbarn im Hamburger Stadtteil Eppendorf leiden müsse. Nur einige Tage später erklärte der Fußballer in der Bild am Sonntag, er fühle sich freier ohne sie. Gut eine Woche später reagierte Sylvie in der OK!: Sie sei sehr stolz auf ihn. Gefragt nach einer Veränderung heißt die Antwort: „Ich könnte mein Haar kurz schneiden oder rot färben. Aber nach meiner Krebserkrankung hatte ich genug Frisuren. Jetzt brauche ich Stabilität – zumindest was meine Haare betrifft…"
Es sind eben solche Zitate, die wohl überlegt, einstudiert scheinen. Kein Wunder: Die 34-Jährige ist ein Medienprofi, moderiert hierzulande und in der holländischen Heimat, hat Werbedeals in Millionenhöhe. Spielt Sylvie also mit den Medien? Oder wird sie gespielt? Mit Blick auf die Berichterstattung zur RTL-Show “Shooting Stars” scheinen die Grenzen zumindest fließend: Bei den Proben brach Sylvie demnach in Tränen aus. Unter dem Titel “Sylvie van der Vaart weint am TV um ihre Ehe” zitiert der Blick die Moderatorin: “Am Anfang ist man sehr mit dem Kopf dabei. Als wir geübt hatten, konnte ich loslassen. Dann ist man auch sehr empfindlich für so einen Song. Musik ist sowieso sehr emotional. Es geht oft um die Liebe.” Und das sei für sie im Moment ein bisschen schwieriger.
Fakt ist: Seit der öffentlichen Trennung ist Sylvie van der Vaart weitaus interessanter für die Medien als ihr Noch-Ehemann Rafael. Die Rolle als Mutter, ihr gutes Aussehen, die häufige Präsenz im TV, das Leben nach der Krebserkrankung bieten Stoff für viele Geschichten. Gleichzeitig scheint die 34-Jährige die Presse auch nur allzu gern mit Neuigkeiten und passgenauen O-Tönen zu versorgen. Haben wir es hier mit einer Inszenierung zu tun? In jedem Fall – und sowohl Presse als auch Prominenter tragen ihren Teil dazu bei.

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