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Bruce Willis: leiser Held im Vox-Portrait

Manche Film-Zitate begleiten Generationen weit hinaus über die Filme, denen sie entstammen. Morgen nun macht VOX Zuschauern ein Angebot, dass sie nicht ablehnen können. Die sensible Begegnung mit einem beeindruckenden Mann, der viel mehr ist als “Yippie Ya Yeah, Schweinebacke!“: dem Menschen Bruce Willis. Im kurzen Gespräch mit Christopher Lesko erzählt Vox-Chefredakteur Kai Sturm, 52, von Entstehung und Nähe eines berührenden Portraits, von Programmierung und von künftigen Doku-Formaten.

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Als in den 80ern neue Action-Heroes das Genre besetzten, bildete neben Arnold Schwarzenegger, Kurt Russel, Eddie Murphy und Mel Gibson ein junger Mann mit deutschen Wurzeln eine der zentralen Identifikationsfiguren für Fans: Bruce Willis.
Action-Freunde sollten über Jahre in mehrteiligen Movies von Schwarzenegger, Gibson und Willis ihren neuen Helden begegnen. Eine ganze Generation wuchs mit “Stirb langsam“ auf und wartete in Kinos und vor Fernsehschirmen auf jenen Satz, mit dem Willis Gangster ins Nirwana pustete: “Yippie Ya Yeah, Schweinebacke!“.

Man liebte Bruce Willis nicht nur, weil man wollte, dass die Guten gewinnen. Man liebte mit dem New Yorker Polizisten John McLane und anderen Willis-Figuren vernarbte Heldenfiguren mit kleinen Brüchen und mit ihnen Rollen, die vielleicht nur jene Schauspieler emotional glaubwürdig spielen können, deren eigene Entwicklung auch Täler und Kummer gesehen haben musste. Heroes, die berührbarer schienen als manche Stars des Film noir Jahre vorher.

In vielen Filmen begegnete man mit Willis einem Schauspieler mit deutschen Wurzeln. Einem Mann, der als Kind für seine Integration und gegen sein Stottern kämpfen musste. Einem Mann, der in seinen Rollen immer wieder Personen zeichnete, die Krisen und Niederlagen in einer Mischung aus Kampf, Humor, Selbstironie und leiser Traurigkeit verkörperten. Willis war nicht nur McLane: In Filmen wie “12 Monkeys“, “Last Man Standing“, “The Sixth Sense“ oder “Das fünfte Element“ fesselte er über Jahrzehnte Millionen von Zuschauern.

Gerade in Hollywood frisst der Erfolg viele seiner Kinder. Nicht wenige Kollegen des stillen Mannes verloren rasend schnell ihre Bodenhaftung. Exzentrische Fassaden millionenschwerer Kunstfiguren ließen häufig die Frage offen, ob und wo darunter noch ein Mensch zu finden sein mochte, der sich selbst wohl wirklich treu bleiben konnte. Bruce Willis bot diese Frage nie: Der Mann, der als nachdenklicher, bescheidener und reflektierter Mensch sein Privatleben stets zu schützten versuchte, bot der Öffentlichkeit ungern tiefe Einblicke in sein Leben.

Vox zeigt morgen im Rahmen seiner besonderen Star-Doku-Reihe zunächst den Willis-Streifen “Stirb langsam 4.0“ und danach exklusiv und erstmalig im deutschen Fernsehen ab 22.40 Uhr eine sensible Dokumentation mit und über Bruce Willis: In Zusammenarbeit mit dem Sender und co-produziert von seiner Ehefrau Emma Heming, 34, gestatten Willis selbst, seine Familie und Kollegen Zuschauern eine sehr persönliche und intime Begegnung mit einem Großen der Filmwelt und einem bescheidenen, liebevollen Mann.

Im kurzen MEEDIA-Gespräch erzählt VOX-Chefredakteur Kai Sturm von der Doku, dem Kontakt zu Willis und seiner Frau Emma und künftigen VOX-Programmierungen:
Kai Sturm, erzählen Sie ein wenig über Entstehung und Niveau des Bruce-Willis-Portraits.
Bruce Willis hatte gestern seinen 58. Geburtstag. Dass annähernd zeitgleich unser Portrait bei VOX zu sehen sein wird, ist ein passender und schöner Zufall. Unsere Donnerstag-Reihe der Kombination Spielfilm und Star-Doku läuft mit Erfolg schon seit 2011 und wird auch nach dem Bruce-Willis-Abend fortgesetzt werden. Die Bruce-Willis-Doku allerdings hat aus unterschiedlichen Gründen ein absolutes Alleinstellungsmerkmal:
Es ist paradox, aber man weiß insgesamt gar nicht so viel von diesem Weltstar. Wir hatten das große Glück, über das europäische Management von Bruce Willis und seiner Frau Emma Heming-Willis einen sehr engen Kontakt zu beiden direkt zu gewinnen: Unser verantwortlicher VOX-Executive Producer Christoph Richter konnte sich bei den Dreharbeiten zu “ A Good Day to Die Hard“ in Budapest mit beiden treffen und hier schon die Entstehung, den Ansatz, die Art und den Tiefgang der morgigen Dokumentation mit beiden persönlich und direkt besprechen. So privat und nah mit den Protagonisten arbeiten zu können, ist eine große Besonderheit.

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Für unsere Doku konnten wir nicht nur mit beiden gemeinsam alle Aspekte besprechen und Möglichkeiten beleuchten, sondern Emma Heming-Willis hat eine Rolle als Co-Produzentin der Doku eingenommen. Wir berichten also nicht nur über den Weltstar, sondern Bruce Willis und seine Frau haben uns und damit den TV-Zuschauern viele Türen geöffnet und einen außergewöhnlichen Zugang ermöglicht: etwa die Premiere von Bruce Willis‘ Mutter Marlene, die erstmals überhaupt ein TV-Interview gibt und übrigens phantastisches Deutsch spricht. Wir kehren an den Ort seiner Kindheit zurück, haben in Idar-Oberstein gedreht und Zusammenhänge zur damaligen Zeit der Befreiung durch die Amerikaner aufzeigen können. Wir sprechen mit Menschen, die ihn von damals noch kennen und folgen ihm auf seinem Weg in die USA und in seiner außerordentlichen Karriere.

Dass Weltstars mit Zeit und Tiefgang einen Blick auf Person und Entwicklung zulassen, ist in der Tat nicht die Regel.

Ja: Kaum eine andere Doku hat jemals eine derartige Nähe zu einem Großen der Top-Five des Films hergestellt. Darüber sind wir sehr froh und darauf sind wir auch sehr stolz. Die für mich größte Überraschung war Bruce Willis selbst: Man kennt ihn ja als John McLane und in anderen Rollen als Draufgänger und man wird vielleicht überrascht sein, was für ein differenzierter, nachdenklicher, feiner Mensch hier in der Doku sichtbar wird.

Einer seiner größten Kassenerfolge war “The Sixth Sense“ vom in Indien geborenen Regisseur M. Night Shyamalan, 42. Als der hörte, dass Bruce Willis mit uns an der Doku arbeitet, war er sehr kurzfristig  bereit, seinen Teil dazu beizutragen und hat sein Interview selbst  aufgezeichnet und das Material unserer Doku zur Verfügung gestellt.

Bruce Willis gibt sein langes Interview ja an einem besonderen Ort.

Ja, wir haben nicht in irgendeinem Hotel bei einem Promo-Termin gedreht, sondern auf der kleinen Privatinsel “Parrot Cay“ in der Karibik, dem Rückzugsort der Familie. Dort haben Bruce und Emma auch geheiratet und ihre kleine Tochter wächst dort maßgeblich auf. Begonnen hat die Idee des gemeinsamen Projektes während der Dreharbeiten zu “A Good Day to Die Hard“. Im September 2012 haben wir uns getroffen und im Dezember letzten Jahres haben wir mit den Dreharbeiten begonnen. Seit vier Wochen ist der Film im Schnitt. Die deutsche Fassung wird übrigens sehr professionell vertont: “Blümchen“ Jasmin Wagner synchronisiert Emma Heming-Willis und Manfred Lehmann, seine deutsche Synchronstimme, spricht natürlich Bruce Willis.

Kai Sturm, Chefredakteur Vox, Foto: ©: VOX /Christian Barz

Haben Sie selbst als Zuschauer denn früher gerne Bruce-Willis-Filme gesehen?
Ja, ich war immer und bin ein großer Fan von den “Die Hard“–Filmen. Ich mochte Bruce Willis sehr gerne in “The Sixth Sense“, ich liebte ihn als Taxifahrer in “Das fünfte Element“ und finde generell seine Darstellung von Heldenrollen als Underdog ganz besonders toll.

Was hat Sie denn in besonderer Weise bewegt, als Sie die Bilder der Doku sahen?

Die Mutter von Bruce Willis. Da zeigte sich mir viel Menschliches, gerade in Verbindung mit der deutsch-amerikanischen Geschichte der damaligen Zeit. Seine Mutter spricht nicht nur hervorragend Deutsch, sie schlägt auch eine Brücke, die so viel mit unserer eigenen Geschichte zu tun hat und die mich wirklich sehr berührt hat. Eine Brücke zur Entwicklungsgeschichte eines kleinen Jungen, der aus seiner Heimat gerissen und in der Schule verprügelt wird. Der Stotterer ist, eigentlich gar keine Chance hat, sich durchkämpft und dann in den USA letztlich so eine wahnsinnige Karriere macht. Das ist faszinierend und wird gerade durch die Art, in der seine Mutter über Vergangenheit und Geschichte spricht, sehr deutlich. Dass Bruce Willis auf seinem Weg eben nicht stumpf, verbissen oder hart geworden ist, spürt man etwa auch, wenn man seine Tochter Rumer hört, die ebenfalls in der VOX-Dokumentation zu Wort kommt:
Sie erzählt sinngemäß, dass für ihren Vater immer besonders wichtig war, seine Kinder zum Lachen zu bringen, mit ihnen Spaß zu haben und immer für sie da zu sein. Da bekommt man ein gutes Gefühl dafür, was für ein Mensch Bruce Willis ist. Aber auch Kollegen und Freunde kommen zu Wort, selbst das Thema seiner Scheidung von Demi Moore wird nicht ausgespart.

Sagen Sie doch – über die Bruce-Willis-Doku hinaus  – ein paar Sätze zum Erfolg der Dokus und zu Elementen künftiger VOX-Programmierungen.

Insgesamt ist die Zuschauer-Resonanz wirklich herausragend. Darüber freuen wir uns sehr. Am 18.04. werden wir die Reihe der Kombination aus Spielfilm und Doku am Donnerstagabend mit einer Will-Smith-Kombination fortsetzen: Wir zeigen “Men in Black“ und danach eine Will-Smith-Dokumentation.

Neben diesen Star-Dokus haben wir mit den vier- und zwölf – stündigen Dokumentationen am Samstagabend eine ganz besondere Reihe einer eher ungewöhnlichen Programmierung historischer, populärwissenschaftlicher und spezieller Musik-Themen bei VOX. Auch damit haben wir große Erfolge erzielen dürfen. Wie unsere Star-Dokus werden auch diese Formate in diesem Jahr fortgesetzt:

Zum 50-jährigen Bühnenjubiläum der Bee Gees werden wir etwa im Sommer eine große Dokumentation zeigen.. Auch hier sind wir ganz nah herangekommen: Barry Gibb, 66, der letzte noch lebende Bruder der Bee Gees, hat uns sehr viel Nähe ermöglicht und wir konnten sehr privat mit ihm drehen. Das war für uns – und das wird für Zuschauer – wirklich sehr schön.

VOX zeigt am 21.03. um 20.15 “Stirb langsam 4.0“ und um 22.40 die Doku: “Bruce Willis – Warum die Legende niemals stirbt“

Mehr über den Autor Christopher Lesko
www.leadership-academy.de

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