US-Verlage: Beschäftigung auf Niveau von 1978

Schwappt auch dieser Trend aus den USA nach Deutschland, dann stehen der einheimischen Branche noch härtere Zeiten bevor. Mittlerweile lehnen rund 31 Prozent der US-Amerikaner mindestens ein Medium (Radio, Print oder TV) komplett ab, um Nachrichten zu konsumieren. Nur 28 Prozent der Zuschauer unter 30 schauen – laut "State of the News Media"-Bericht - noch Lokalnachrichten. 2006 waren es noch 42 Prozent. Die neue Pew-Studie enthält aber auch ein paar positive Nachrichten für die News-Branche.

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Die wichtigsten Ergebnisse des Berichts im Überblick: 
•    Die US-Verlage beschäftigen nur noch knapp 40.000 Vollzeit-Journalisten. Das entspricht einem Stand, der zuletzt 1978 erreicht wurde.
•    60 Prozent der US-Amerikaner geben an, von der Medien-Krise "wenig oder gar nichts" gehört zu haben, nehmen Qualitätsverluste aber wahr. 
•    31 Prozent der US-Amerikaner lehnen Zeitungen, Radios oder TV aus   Enttäuschung ab. Laut der Studie schalten sie nur noch das TV ein, um Wetternachrichten oder Verkehrsmeldungen zu sehen.
•    Rund 28 Prozent der unter 30-Jährigen beziehen Nachrichten aus dem Regionalfernsehen. Zum Vergleich: 2006 waren es noch 42 Prozent.
•    Digital-Werbeeinnahmen können die Verluste nicht kompensieren: auf 16 verlorene US-Dollar aus dem Print, kommt nur ein gewonnener Online-Dollar.
•    Die Zeitungsauflagen haben sich stabilisiert. Allerdings besteht mit Blick auf die Einnahmen anschaut weiterhin Grund zur Beunruhigung. Sie sind im Print 2012 erstmals unter 20 Milliarden US-Dollar gesunken – erstmals seit 1982.
•     Die Geschäftsberichte der großen TV-Stationen waren ungewöhnlich erfreulich, vor allem zum Präsidenten-Wahlkampf im zweiten Halbjahr. Besonders profitiert haben TV-Stationen in den sogenannten ‚Swing States‘, die für die Wahl besonders entscheidend waren. Im Wahljahr sammelte sich ein Gewinn von 2,6 Milliarden US-Dollar.
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