Deutscher Fachverlag kauft die FVW Mediengruppe

Die in Frankfurt angesiedelte Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag (dfv) erwirbt 100 Prozent der Anteile an der Hamburger FVW Mediengruppe. Dies gaben die beiden Unternehmen bekannt. Die Transaktion tritt – vorbehaltlich der Zustimmung des Bundeskartellamts – rückwirkend zum 1. Januar 2013 in Kraft.

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Über den Kaufpreis haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart. Die Publikationen der FVW Mediengruppe sollen als eigenständige Medienmarken weitergeführt werden und die Arbeitsplätze erhalten bleiben. Die FVW Mediengruppe beschäftigt 110 Mitarbeiter und erzielte 2012 einen Umsatz von 14,2 Millionen Euro. 
Sie wurde 1972 von Dieter Niedecken gegründet. Das bis heute familiengeführt Unternehmen produziert unter anderem Magazine, Websites und Newsletter für die Tourismus-Branche, allen voran die fvw, die sich selbst als Marktführer unter den touristischen Fachzeitschriften bezeichnet.
Der dfv gehört zu den größten konzernunabhängigen Fachmedienunternehmen in Deutschland und Europa. Er beschäftigt 890 Mitarbeiter im In- und Ausland und erzielte 2012 einen Umsatz von 127,1 Millionen Euro. Mit seinen Tochtergesellschaften publiziert der dfv rund 90 Zeitungen und Zeitschriften. Das Portfolio des dfv wird von über 90 digitalen Angeboten, sowie von rund 500 Fachbuchtiteln ergänzt. 
Klaus Kottmeier, dfv-Aufsichtsratsvorsitzender, sagt: "Mit diesem Schritt weiten wir unser Engagement im Bereich der Business-to-Business-Medien auf ein völlig neues, attraktives Segment aus, das unser bestehendes Medienangebot hervorragend ergänzt."
Ines Niedecken, geschäftsführende Mehrheitsgesellschafterin der FVW Mediengruppe, fügt hinzu: "Ich bin überzeugt, dass der Deutsche Fachverlag die richtige Heimat für die FVW Mediengruppe ist. Natürlich ist es nicht leicht gefallen, dieses mit sehr viel Herzblut geführte Familienunternehmen in neue Hände zu geben. Aber angesichts der vielfältigen Herausforderungen, denen sich alle Fachverlage heute stellen müssen, sehen wir große Vorteile, nicht mehr Einzelkämpfer, sondern Teil eines großen Verbundes zu sein. Davon werden das Unternehmen und die Mitarbeiter profitieren."

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