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Facebook: Twitter-Angriff mit Hashtags

Der Frühjahrsputz bei Facebook geht weiter. Knapp zwei Wochen nach der Generalüberholung des Newsfeeds macht sich Facebook nun auch an eine Überarbeitung der Profilseite, die übersichtlicher werden und Likes besser bündeln soll. Weitaus interessanter sind Gerüchte, die das Wall Street Journal kolportierte: Facebook testet demnach die von Twitter bekannte Hashtag-Funktion. Die Verschlagwortung von Posts macht vor dem Hintergrund des überarbeiteten Nachrichtenstroms Sinn.

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Die Attacken auf Twitter nehmen zu. Ende vergangener Woche musste der 140 Zeichen-Dienst innerhalb von zwei Tagen gleich zwei Aufwärtshaken einstecken. Zunächst erteilte das Twitter-Mitglied mit den meisten Anhängern ausgerechnet dem aufkommenden Rivalen Instagram einen Ritterschlag: Justin Bieber postete seinen 2.000 Zeichen-Rant auf der Foto-App und teilte seine längere Mitteilung bei Twitter auch noch per Link auf Instagram mit.

Am Freitag folgte die nächste unangenehme Überraschung für den Börsenkandidaten: Wie das Wall Street Journal berichtet, experimentiert Facebook nun auch mit der beliebten Hashtag-Funktion, die Twitter erst salonfähig gemacht hat. 2007 tauchte das Raute-Zeichen erstmals im 140 Zeichen-Dienst auf, ab Juli 2009 wurde eine Suche nach Schlagworten eingeführt, die inzwischen längst den Einzug den medialen Alltag gefunden hat, wie unlängst die unter dem Hashtag #aufschrei geführte Sexismus-Debatte unterstreicht.

Hashtag für die Werbekunden: Genauere Positionierung möglich

Dieses Such-Prinzip möchte sich nun offenbar auch das weltgrößte Social Network zu eigen machen. Die Verwendung macht im Rahmen der jüngsten Überarbeitungen der neuen Suche mit Graph Search und der Überholung des Nachrichtenstroms Sinn: Facebook würde seine Inhalte so noch weiter personalisierbar machen und für Werbekunden interessanter werden, da eine Platzierung so noch themen- und zielgruppengenauer möglich wäre.

Das Wall Street Journal (WSJ) berichtet, Facebook testet aktuell eine Integration der Hashtagfunktion, die gepostete Nutzerbeiträge in Nachrichtenstrom so mit einem Mausklick erschließbar macht. Wann und ob Facebook die neue Suchfunktion ausrollt, ist unklar, erklärt das WSJ. Bei der Facebook-Tochter Instagram ist der Hashtag unterdessen beim Durchstöbern von Fotos längst gängige Praxis.

Gestalt nimmt bei Facebook dagegen die erneute Überarbeitung des Profils an, die Facebook vergangene Woche eher beiläufig ankündigte:  Die 2011 eingeführte Timeline bekommt nun eine klarere Gliederung, in der Posts wieder untereinander und damit nicht mehr nebeneinander laufen. Nutzerangaben, Freude Fotos, Musik und die Anzeige der jüngsten Aktivitäten rücken in die linke Spalte.

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