Die besten Alternativen zum Google Reader

Der Aufschrei in der Web-Gemeinde ist groß: Google hat Donnerstag bekanntgegeben, seinen beliebten Web-RSS-Dienst Google Reader zum 1. Juli einzustellen. Schon zuvor wurden Gerüchte laut, dass der Suchmaschinenbetreiber den Web-Veteranen zugunsten von Google+ opfert. Müssen Millionen von Nutzern nun ihre Lieblingsseiten manuell ansteuern? Wohl kaum. MEEDIA stellt sechs vielversprechende Alternativen zum Google Reader vor, mit denen Sie RSS-Feeds im Blick behalten.

Anzeige

Feedly: Wer nicht auf das Look & Feel des Google Readers verzichten möchte, der ist mit Feedly gut beraten. Der Web-Dienst funktioniert auch auf iOS- und Android-Geräten und synchronisiert, welche Geschichten Sie schon gelesen haben. Auch wenn das Layout stark an Flipboard erinnert, sollten sich Google-Reader-Nutzer schnell zurechtfinden. Von Vorteil ist, dass die Entwickler den Umzug recht einfach gestaltet haben. Eine Anleitung dazu findet sich im Feedly-Blog. Noch ist der Dienst kostenlos.

Netvibes: Nach wie vor hat der Dashboard-Reader eine große Fangemeinde. RSS-Feeds lassen sich entweder als Widgets einbinden oder in Listen wiedergeben. Der Nachteil: Netvibes lässt sich nicht so unkompliziert per Tastaturnavigation nutzen wie der Google Reader. Doch einen Versuch ist das kostenlose Webtool allemal wert.

Newsblur: Der in Deutschland weitgehend unbekannte Dienst versteht sich als Weiterentwicklung des Google-Readers. So können Nutzer hier Feeds und einzelne Artikel bzw. Videos mit anderen Nutzern teilen. Wie Feedly lässt sich das Tool auch über ein Web-Interface sowie auf Android- und iOS-Geräten nutzen. Bis zu 64 Seiten lassen sich kostenlos abonnieren. Wer unbegrenzt viele RSS-Feeds einbinden will, zahlt einen Dollar pro Monat.

The Old Reader: “Zurück zu den Ursprüngen”, das verspricht das RSS-Tool The Old Reader. Wer die Version des Google Reader vor dem Relaunch Ende 2011 mochte, sollte das kostenlose Tool einmal ausprobieren. Schließlich lassen sich die Einstellungen aus dem Google-Dienst problemlos importieren. Allerdings beklagen einige Nutzer, dass The Old Reader noch mitunter mit Serverproblemen zu kämpfen hat.

Fever: Auch hierbei handelt es sich um einen typischen RSS-Reader. Allerdings liefert der Dienst zusätzlich News nach “Hotness” aus. Was besonders häufig im Web geteilt und diskutiert wird, rankt Fever automatisch hoch. Allerdings lohnt sich das Tool wohl nur für Entwickler. Denn im Gegensatz zu den cloudbasierten Lösungen muss Fever auf einem eigenen Webserver installiert sein. Dafür werden einmalig 30 Euro fällig.

Wer seine RSS-Feeds lieber auf dem Smartphone oder Tablet liest und dabei auf eine magazinige Optik Wert legt, dem seien noch die kostenlosen Apps “Flipboard” und “Zite” empfohlen. Beide lassen den Nutzer Feeds bzw. Web-Magazine zu zuvor ausgewählten Themen zusammenstellen. Flipboard bietet zudem die Möglichkeit, News und Einträge unter anderem aus Twitter, Facebook, Google+ und dem Google Reader zu integrieren.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige