Deutsche Bank am stärksten im Social Web

Die Münchner Werbeagentur Webguerillas hat untersucht, wie aktiv deutsche Banken im Social Web sind. Ergebnis: Filialbanken sind im Internet aktiver als Direktbanken. Landesbanken nutzen das Social Web am wenigsten. Von den einzelnen Unternehmen ist die Deutsche Bank am stärksten aktiv. Sie erzielt als einziges Geldinstitut eine Nutzungsquote von 100 Prozent der Social Media-Plattformen. Die Nord/LB ist als einzige Landesbank stark aktiv in Sachen Social Media.

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Das Ergebnis ist deutlich: "Unsere Analyse zeigt, dass sich gerade Privatbanken intensiv mit dem Thema Social Media auseinandergesetzt haben. Vor allem die Filialbanken wissen die verschiedenen Kanäle inzwischen gezielt für sich zu nutzen", sagt David Eicher, Geschäftsführer der Webguerillas. "Die Landesbanken jedoch übersehen derzeit noch den Brückenschlag zwischen der virtuellen Welt und ihrem Tagesgeschäft. Dabei könnte gerade hier die strategische Nutzung relevanter Social Media-Kanäle viel für die Marke und deren Image tun", fasst Eicher den Social Web Check weiter zusammen. 
Von den sieben Landesbanken weiß laut der Untersuchung kaum eine das Potential der Social Media-Kanäle für sich zu nutzen. Lediglich die Nord/LB überrascht mit einer Nutzungsquote von 80 Prozent. Sie verfügt als einzige Landesbank über eine aktive Facebook-Seite. Außerdem kommuniziert sie über Twitter, YouTube und Xing-Accounts und verfügt die Landesbank über eine Mobil-App.
Bei den Privatbanken sticht die Deutsche Bank hervor. Sie erzielt als einziges Geldinstitut eine Nutzungsquote von 100 Prozent der Social Media-Plattformen und sichert sich damit Platz eins im quantitativen Gesamtranking. Die Deutsche Bank erziele vor allem auch durch gut sichtbare Social Media-Links eine vorbildliche Vernetzung der einzelnen Seiten. Ähnlich gut aufgestellt sei die HypoVereinsbank, die ledlich auf Flickr verzichte. Die Bank probiere derzeit sogar, Augmented Reality für sich zu nutzen. Mit einer Smartphone-App können Kunden Plakate und Anzeigen in den Filialen "zum Leben erwecken".
Insgesamt lege die Webguerillas-Analyse offen, dass Social Media im Bewusstsein der deutschen Banken angekommen sei. Website, Wikipedia-Eintrag und Xing-Profil gehören demnach inzwischen zum Standard. Zudem verfüge das Gros der untersuchten Privatbanken über eine Mobile App und ist auf den drei populären Social Media-Plattformen Facebook, Twitter und YouTube aktiv.
Eine qualitative Analyse belege zudem, dass die Mehrheit der Auftritte ein klares Social-Media-Konzept sowie einen dazugehörigen Redaktionsplan erkennen lasse. Allerdings: Während einige Banken im Netz gezielt den Dialog mit den Usern suchen und ihre Social Media-Präsenzen für Beschwerdemanagement nutzen, unterbinden andere, darunter auch die Deutsche Bank, von vornherein fremde Statusmeldungen auf ihrer Facebook-Page.
Die Webguerillas werteten aus, in welchem Umfang die größten deutschen Banken Social Media-Plattformen nutzen und ob sie ihre Präsenzen online miteinander vernetzen. Dabei betrachteten sie die Aktivitäten der sieben Landesbanken in Deutschland sowie die der größten zentral organisierten Privatbanken – unterteilt in sechs Filial- und fünf Direktbanken bei Facebook, Twitter, YouTube, Flickr und Xing. Darüber hinaus flossen ihre Angebote im Bereich Mobile Apps, RSS-Feeds, Community/Forum und Wikipedia in die Bewertung ein.

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