22 Mio. sehen den ersten Auftritt des Papstes

Eine Zahl, wie man sie sonst nur von Fußball-WMs kennt: 22,62 Mio. waren am Mittwoch im deutschen Fernsehen Zeuge des ersten Auftritts von Papst Franziskus. So viele sahen um 20.25 Uhr nach MEEDIA-Recherchen nämlich einen der übertragenden Sender, also Das Erste, ZDF, RTL, WDR, BR, SWR, rbb, n-tv, Phoenix und N24. Das stärkste Programm eines Einzelsenders war am Mittwoch aber die Champions League: 9,42 Mio. sahen im ZDF den Zittersieg des FC Bayern.

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Hier sind die 5 Dinge, die Sie über die Quoten vom Mittwoch wissen müssen:

1. Mehr als 22 Mio. sehen sich den neuen Papst an
22,62 Mio. saßen also nach unseren Berechnungen um 20.25 Uhr vor einem der Sender, die den ersten Papst-Auftritt übertrugen. Die populärsten Sender waren dabei erwartungsgemäß Das Erste mit mehr als 8 Mio. Zuschauern und das ZDF mit 7,26 Mio. RTL sahen 2,41 Mio., WDR und Bayerisches Fernsehen jeweils mehr als 1 Mio. Bei den Info-Sendern lag zu diesem Zeitpunkt n-tv vorn: mit 790.000 vor Phoenix mit 620.000 und N24 mit 550.000. Den Peak gab es übrigens ein paar Minuten vorher, als der Name des neuen Papstes verkündet wurde: Da sahen sogar mehr als 23,5 Mio. zu.

2. Champions-League-Saisonrekord im ZDF
Der Zittersieg des FC Bayern hat dem ZDF einen neuen Saisonrekord beschert. 9,42 Mio. Fans sahen die 0:2-Niederlage gegen Arsenal, die dennoch zum Weiterkommen reicht, im ZDF. Der bisherige Saisonrekord stammte aus dem Oktober: Damals sahen 9,17 Mio. das Gruppenspiel zwischen Borussia Dortmund und Real Madrid. Bei den 14- bis 49-Jährigen sahen 3,08 Mio. die Bayern-Niederlage, auch das ist eine neue Saisonbestleistung.

3. "7 Tage Sex" wird zum Desaster
Die einwöchige Pause der RTL-Reihe "7 Tage Sex" – und die vielen Berichte in den Boulevardmedien über die Gründe – haben der Sendung nicht geholfen. Nur noch 1,01 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen am Mittwoch zu – ein desaströser Marktanteil von 8,5%. Natürlich war auch der Fußball Schuld, aber längst nicht nur. Denn: RTL landete damit nicht nur hinter dem ZDF, sondern auch hinter den parallelen Serien bei ProSieben und Vox. Ohnehin war der Abend für RTL eine reine Enttäuschung: "Teenies auf Partyurlaub" sahen auch nur 1,31 Mio. (10,1%).

4. Sat.1 geht unter, Vox stemmt sich gegen Fußball
Unter den anderen Privatsendern taten sich vor allem Vox und kabel eins positiv hervor: Als einzige der größeren Anbieter landete sie trotz Fußball über ihren Normalwerten. Vox ist das mit den Serien "Rizzoli & Isles" (1,19 Mio. 14- bis 49-Jährige / 9,2%) und "King" (1,08 Mio. / 8,9%) gelungen. ProSieben blieb mit "Grey’s Anatomy" und "Private Practice" zwar vor RTLs "7 Tage Sex", aber unter dem Sendersoll: 9,4% und 9,3% sind kein sonderlich gutes Ergebnis. Richtig mies lief es bei Sat.1 für den Film "Du schon wieder", den nur 810.000 14- bis 49-Jährige (6,6%) einschalteten. RTL II kam mit den "Außergewöhnlichen Menschen" nur auf 540.000 und 4,2%, kabel eins holte mit "The Core" ordentliche Werte von 700.000 und 6,0%, blieb also wie Vox trotz Fußball über dem Normalniveau.

5. Letzter "Bloch"-Film gut trotz Champions League
Gegen den Fußball hatte er zwar keine Chance, doch mit 4,66 Mio. Zuschauern erreichte der letzte Film der "Bloch"-Reihe mit dem inzwischen verstorbenen Dieter Pfaff immerhin einen Marktanteil von 14,5%. Angesichts der Konkurrenz also ein gutes Ergebnis. In den Tages-Charts belegt er damit einen Platz hinter dem Fußball, dem Halbzeit-"heute-journal", dem ZDF spezial zum neuen Papst und der "Tagesschau". Stärkstes Programm der Privatsender war im Gesamtpublikum am Mittwoch "RTL aktuell" mit 4,07 Mio. Sehern.

Die Top 20 der meistgesehenen Sendungen bei den 14- bis 49-Jährigen und die "5 Dinge" der vergangenen Tage finden Sie wie immer hier.

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