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Apple: Kommt jetzt eine Sonderdividende?

Die Hoffnung stirbt zuletzt: Auf Barmitteln in Höhe von 137 Milliarden Dollar sitzt Apple, doch so recht etwas damit anzufangen weiß Tim Cook offenbar nicht. "Eine depressive Mentalität" warf Hedgefondsmanager David Einhorn dem iPhone-Hersteller vor – der Apple-CEO reagierte achselzuckend. Nun könnte vielleicht doch noch Bewegung in die Sache kommen: Seit Wochenbeginn überschlagen sich die Gerüchte, nach denen Apple für den Frühling eine Ankündigung vorbereitet.

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Die Hoffnung stirbt zuletzt: Auf Barmitteln in Höhe von 137 Milliarden Dollar sitzt Apple, doch so recht etwas damit anzufangen weiß Tim Cook offenbar nicht. "Eine depressive Mentalität" warf Hedgefondsmanager David Einhorn dem iPhone-Hersteller vor – der Apple-CEO reagierte achselzuckend. Nun könnte vielleicht doch noch Bewegung in die Sache kommen: Seit Wochenbeginn überschlagen sich die Gerüchte, nach denen Apple  für den Frühling eine Ankündigung vorbereitet – die Rede ist von einer hohen Sonderdividende oder massiven Aktienrückkaufen.

Bill Maher sprach die Wahrheit gelassen aus: "Was macht die Leute in der Wirtschaft eigentlich noch glücklich?" fragte der US-Star-Comedian am Wochenende – und meinte in der erster Linie Apple-Analysten. "Da ist unser Problem: es ist nie genug! Es gibt diese Studien über die glücklichsten Nationen der Welt. Wir schaffen es nie in die Top Ten. Weil es nie gut genug ist."

Seit sechs Monaten geht das so mit Apple: Egal, was der Kultkonzern aus Cupertino liefert: es ist nie genug. 48 Millionen verkaufte iPhones nach 37 Millionen im Vorjahresquartal in nur 13 statt 14 Wochen? Es hätten mindestens 50 Millionen sein müssen! 23 Millionen verkaufte iPads im Weihnachtsquartal? Na gut, aber die Minis sind so margenschwach!  13,1 Milliarden Dollar Gewinn in 92 Tagen? Warum nicht 15 Milliarden Dollar!

Kursziel 360 Dollar: Berenberg Bank setzt Apple  auf „verkaufen“

So geht der Abgesang des erstaunlicherweise immer noch wertvollsten Konzerns der Welt  von Woche zu Woche. Analysten senken inzwischen fast täglich den Daumen und korrigieren die Kursziele, die über Jahre nicht hoch genug sein konnten immer weiter nach unten.

Vorläufiger Höhepunkt: Die Hamburger Berenberg Bank teilte ihren Kunden mit, dass sie Apples fairen Wert nun nicht mehr bei 800, sondern stattdessen bei 360 Dollar sieht. In anderen Worten: Apple ist als Investment verflucht und liegt fast standesgemäß seit Jahresanfang schon um 20 Prozent hinten – es ist der schlechteste Wert im Technologie-Index Nasdaq 1000.

Tim Cook: "In sehr aktiven Gesprächen über die Verwendung der Bargeldreserven"

Bezeichnenderweise haben Analysten und Investoren inzwischen bei Apple nun einen neuen Spekulationsschauplatz gefunden: Nicht mehr neue Produkte, sondern tatsächlich die Verwendung des immensen Bargeldbestandes sorgt bei Bankern und Anlegern für Fantasie.

Der Hedgefondsmanager David Einhorn war der Erste, der Apple bezüglich der Verwendung des inzwischen immensen Geldberges von 137 Milliarden Dollar frontal anging – und vor der Hauptversammlung sogar öffentlichkeitswirksam verklagte. Seinen Vorschlag, mit sogenannten „iPrefs“, mit 4 Prozent verzinsten Vorzugsaktien, ein Investmentvehikel zur Kurssteigerung zu kreieren, nannte Tim Cook zwar einen „albernen Nebenschauplatz“,  doch der Apple-CEO ließ sich auch die Erklärung abnötigen, dass er unf der Aufsichtratsrat in „sehr, sehr aktiven“ Gesprächen über die Verwendung der Bargeld-Reserven seien.

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Quartz.com: Ankündigung kommt im Frühjahr

Wenn man aufkommenden Gerüchten seit Wochenbeginn trauen darf, ist Apple bei der Verwendung der Cash-Bestände nun möglicherweise einen Schritt weitergekommen. Am Montag rettete das Gerücht über eine mögliche Sonderdividende die schwer angeschlagene Aktie und sorgte für einen Kurssprung von mehr als 10 Dollar binnen einer halben Stunde. Als es beim Gerücht blieb, gaben die Anteilsscheine von Apple die Zugewinne gestern wieder ab.

Doch die Spekulationen sind entfacht: Gestern berichtete das US-Wirtschaftsportal Quartz.com, dass Apple für das Frühjahr eine Ankündigung vorbereite – interessanterweise vielleicht in Verbindung mit einer  Produktankündigung, wie Quartz vermutet.

Henry Blodget und Warren Buffett bevorzugen Aktienrückkäufe

Ob Apple plant, die bestehende Dividende, die jetzt bei 2,65 Dollar pro Quartal liegt, anzuheben oder doch die einmalige Zahlung einer Sonderdividende in Betracht zieht, spezifizierte Quartz nicht. Dieses Gerücht hatte am Montag die Runde gemacht. Die Rede war von einer Sonderdividende in Höhe von bis zu 30 Dollar je Aktie.

So attraktiv eine einmalige Ausschüttung für Anleger sein könnte, nicht jeder Marktexperte reagiert begeistert. „Neeeeein, Apple! Schütte keine Sonderdividende aus. Kündige stattdessen einen Aktienrückkauf an“, jammerte Henry Blodget vom Business Insider gestern. Die Argumente des früheren Internetaktienanalysten: Eine Sonderdividende würde verpuffen und zusätzlich hoch besteuert.

 „Ein großer Aktienrückkauf – in der Größenordnung von 50 Milliarden Dollar – wäre die beste Option“, findet Blodget. Mit dieser Einschätzung hat der Gründer des Business Insiders den größten Investor aller Zeiten im Rücken: Vor einer Woche erklärte Warren Buffett, er würde jetzt auch Apple-Aktien zurückkaufen. Geholfen haben die warmen Ratschläge dem iPhone-Hersteller trotzdem nicht: Die Aktie notiert nur wenige Dollar von Jahrestiefs entfernt.

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