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Schadenersatz: RTL droht Krankenhaus

Es soll eine der aufwendigsten Doku-Produktionen werden, die RTL bislang auf die Beine stellte. Für „Babyboom, willkommen im Leben“, will der Sender in den Kreißsälen des Klinikums Friedrichshain 24 Kameras installieren und die Frauen bei der Geburt filmen. Vorige Woche jedoch hatte der Senat die Aufnahmen gestoppt. Für den Fall, dass die Produktion doch nicht zustande komme, droht der Sender nun – laut B.Z. - mit Schadenersatzforderungen in Höhe von 1,2 Millionen Euro.

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Am 12 März will der Aufsichtsrat des Vivantes-Klinikums über die Dreharbeiten entscheiden. Der Sender verweist in der B.Z. bereits auf einen wirtschaftlichen Schaden, der durch die Verzögerungen entstanden sei. Vivantes seinerseits prüft dagegen, inwiefern der Klinikkonzern überhaupt haften müsse.
“Babyboom” ist die deutsche Adaption des britischen Erfolgsformats “One Born Every Minute”. In Großbritannien wurde bereits in mehreren Staffeln das Geschehen in einer Geburtsklinik rund um die Uhr gefilmt und zu emotionalen Dokumentationen verarbeitet, die auch mit dem renommierten britischen TV-Preis BAFTA ausgezeichnet wurde. Diese neue Art der Doku nennt sich Multi Rig Documentary. Für RTL kommt der Ärger um das neue Format ungelegen. “One Born Every Minute” war in Großbritannien ein großer Quotenhit. Für “Babyboom” erhofft sich auch RTL einen neuen Quotenhit.

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