Mehdorn und die Modellfahrzeuge

Die Berufung Hartmut Mehdorns zum neuen Chef des Berliner Großflughafens hat einen wahren Witze-Tsunami im Internet ausgelöst. Eine besonders schöne Seite zeigt den Manager, wie er diverse Modellfahrzeuge in der Hand hält. Der stern trommelt schon in dieser Woche eifrig für seine am nächsten Donnerstag erscheinende Relaunch-Ausgabe - und versperrt damit der Brigitte-Redaktion die Aussicht. Bild-Chef Kai Diekmann ist ins Oval Office eingezogen und die Welt am Sonntag riecht komisch.

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Manche Geschichten sind so herrlich, die könnte man gar nicht erfinden. Dass ausgerechnet Ex-Bahnchef und Ex-Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn den Pleiten-Pech-und-Pannen Flughafen in Berlin managen soll – das hätten Profi-Komiker wahrscheinlich als zu absurde Gag-Idee verworfen. Ist aber nun so gekommen und das so genannte “Web” hat mit seiner unnachahmlicher Schwarm-Intelligenz die Sache gleich zu einer Gag-Cloud verwurstet. Besonders schön und von einer stillen Poesie ist in diesem Zusammenhang die Seite “Hartmut Mehrdorn holding Modellfahrzeuge” nach dem beliebten Vorbild der “…looking at things”-Blogs. In seinem neuen Job wird Herr Mehdorn für das schöne Hobby des Modellfahrzeug-Haltens gewiss wieder die eine oder andere Gelegenheit haben. Bagger zum Beispiel.

Ein schöner Zug …

Kommende Woche erscheint erstmals der neue stern. Chefredakteur Dominik Wichmann hat mit seinem Team die Heftstruktur und das Layout überarbeitet, zwei nagelneue Stellvertreter wurden benannt und eine kunterbunte Berater-Truppe verpflichtet. Die Werbetrommel wird schon diese Woche kräftig gerührt. Am Hamburger Baumball, Sitz des Verlages Gruner + Jahr und des stern, wurde ein riesiges Plakat angebracht: “Sorry Henri Nannen, es musste sein”, ist darauf zu lesen. Lorenz Wolf-Doettinchem, Managing Director beim stern, hat das Motiv getwittert und sich gleich bei den Kolleginnen der Brigitte entschuldigt (gibt’s da keine Kollegen?), denen das stern-Plakat jetzt die Büro-Aussicht verhagelt.

Sorry Brigitte, es musste sein
Bald muss er wieder aus dem sonnigen Silicon Valley ins graue Berlin zurück: Bild-Chefredakteur Kai Diekmann. So lange er noch in den USA weilt, scheint er für jeden Schabernack zu haben. So ließ er sich zusammen mit Springer-Vermarktungschef Peter Würtenberger in lustiger Pose in einem Fake-Oval-Office fotografieren und stellte den Schnappschuss auf seiner Facebook-Seite online. Mit dem Foto verband er übrigens die Ankündigung seine Facebook-Freundesliste zu entrümpeln.

Ganz andere Duftmarken setzt die Welt am Sonntag. Am 10. März klebt auf der Springer-Sonntagszeitung erstmals eine Parfümprobe. Aber keine Angst: nicht aus Glas. “Selbsthaftende Duft-Etiketten” seien das. Leser können einen Aufkleber ablösen und “das Parfüm über ein duftendes Tuch auftragen”. Falls Sie sich also fragen, was da im ICE-Großraumwagen so riecht – schauen sie mal, welche Zeitung die Herrschaften Mitreisenden lesen …

Duftes Wochenende!

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