Irrer Plan: Konstantin will WDR-Chef werden

Seit rund einer Woche ist Konstantin Neven DuMont ein freier Mann. Er hat alle seine Anteile am Familien-Verlag M. DuMont Schauberg an seine Eltern verkauft. Zeit also, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Welche das sein könnten, weiß der 43-Jährige schon ganz konkret. "Ich hab' mich als WDR-Chef beworben", zitiert die Bild Köln am heutigen Freitag den Verlegersohn. Gegenüber MEEDIA bestätigt der Sender, dass die Unterlagen bereits eingetroffen sind.

Anzeige

Bereits am Donnerstag hatte er via Facebook verraten, dass er die "umfangreichen Bewerbungsunterlagen" für das Amt des Intendanten "fast fertig" hätte. "Auskünfte über Familienstand, Kinder oder Hobbies habe ich allerdings weggelassen, weil Bewerbungsexperten empfehlen, diese Themen für die persönliche Vorstellung aufzubewahren." Konstantin geht das Projekt also durchaus planvoll an. Seine Bewerbung soll bis Samstag vorliegen. Dann ist es auch höchste Zeit. Immerhin endet am Sonnabend die offizielle Bewerbungsfrist.

Via Printanzeigen in der Zeit, der Frankfurter Allgemeine Zeitung und der Süddeutsche Zeitung fahndete der Rundfunkrat bislang nach einer neuen Intendantin oder einem neuen Intendanten. Im Anforderungsprofil der Anzeige heißt es unter anderem: "Gesucht wird eine Persönlichkeit, die im Rahmen des WDR-Gesetzes die größte deutsche Rundfunkanstalt nach innen und außen leitet und dabei – im Zusammenwirken mit den Aufsichtsgremien – den öffentlich-rechtlichen Auftrag umsetzt und vermittelt". Klingt erst einmal nicht nach speziellen Qualifikationen, die ein erfahrener Medienmanager nicht hätte.
"Ich denke, dass ich für die Aufgabe qualifiziert bin", zitiert die Bild Konstantin. "Nach Monika Piel täte es dem WDR gut, wenn jemand von außen den Sender führen würde".
Die Entscheidung, wer der scheidenden Intendantin, die Ende Januar völlig überraschend ihren Rückzug angekündigt hatte, nachfolgt, will der 48-köpfige Rundfunkrat spätestens bis zum Sommer fällen. Gegenüber MEEDIA bestätigte der Sender noch einmal, dass es noch keinen fixen Termin gebe.
Auch wenn Konstantin Neven DuMont seine Mappe fristgerecht abgeliefert hat, muss er sich noch ein wenig gedulden, bis klar ist, ob er der neue Chef über die 4.500 festen und 15.000 freien Mitarbeiter werden wird. Als ersten Schritt plant der Rundfunkrat die aussichtsreichen Kandidaten "zu einer persönlichen Vorstellung" einzuladen. Dann wäre es wohl an der Zeit über Familienstand, Kinder oder Hobbies zu plaudern.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige