Datenleck: Groupon warnt vor Mail-Betrug

Es sind keine schönen Wochen für Groupon. Erst meldet das Rabatt-Portal miese Quartalszahlen. Dann lacht das Web darüber, wie locker und mit wie viel Humor der Gründer und CEO, Andrew Mason, seinen Rausschmiss kommentiert und nun kämpft die Company – zumindest in Deutschland – offenbar noch mit einem Datendiebstahl. Hierzulande haben Nutzer des Couponingportals Mails im Namen des Unternehmens bekommen, deren Anhang Viren enthält. Groupon selbst warnt seine Nutzer mittlerweile vor der Mail.

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Nach Berichten von Internetworld und Netzwelt sieht die gefährliche E-Post erst einmal glaubwürdig aus. So sollen Anrede und Name des Empfängers korrekt sein. Der Betreff lautet "Rechnung Groupon GmbH". Der Mail ist eine Zip-Datei angehängt, die die eigentliche Rechnung enthalten soll: In ihr versteckt sich der gefährliche Virus.

In seiner Mail an die Nutzer, macht die US-Company keine Angaben zu der Frage, wie die Absender überhaupt in den Besitz der Nutzerdaten gekommen sind. Allerdings sagt die Firma immerhin: „Wir haben bereits mit dem Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Kontakt aufgenommen und die Behörde über die aktuelle Thematik informiert“.

Ein ernsthaftes Hacker- bzw. Datenschutz-Problem hat der US-Company gerade noch gefehlt. Am vergangenen Freitag erst wurde CEO Andrew Mason gefeuert, nachdem er  einen Tag zuvor ein desaströses Quartal mit hohen Verlusten bekannt geben musste. Der 32-Jährige verabschiedete sich bei seinen Mitarbeiter allerdings mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor, indem er die typischen Abschiedsfloskeln nach einer solchen Nachricht ins Lächerliche zog: "Nach viereinhalb wunderbaren und intensiven Jahren als Groupon-CEO habe ich mich dafür entschieden, mehr Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Nur Spaß – ich wurde gefeuert." Unter den legendären letzten Worten geschasster CEOs dürfte Mason schon jetzt ein Ehrenplatz sicher sein.

Groupon galt in den ersten zwei Jahren als das am schnellsten wachsende Unternehmen der Welt. Im November 2011, gerade mal drei Jahre nach der Gründung, debütierte Groupon mit größten Ambitionen an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq. Am ersten Handelstag schossen die Groupon-Aktien um über 50 Prozent in Höhe und waren für einen kurzen Moment 20 Milliarden Dollar wert. Es sollte der Höhepunkt sein. Seitdem befindet sich der Wert der Aktien auf dem Weg nach unten. Probleme mit dem Datenschutz und zu viele Spam-Mail dürfte nicht gerade helfen diesen Trend umzudrehen.

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