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BER-Chef: so lacht das Web über Mehdorn

Hartmut Mehdorn wird Chef des Berliner Pannenflughafens. Das klingt wie ein schlechter Witz, ist aber ernst gemeint. Auf Twitter haben viele Nutzer für die Nachricht nur Spott übrig. Sogar Nachrichtenseiten und Politiker kommen der Meldung nur mit Augenzwinkern bei. Da ist von Realsatire die Rede und einige fürchten bereits, Berufskomiker seien bei derartigen Nachrichten bald arbeitslos. Was könnte darauf noch folgen? Benedikt als Bahnchef? Ackermann als „Brot für die Welt“-Vorsitz?

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"Dass Mehdorn Chef des Berliner Flughafens wird, hielt ich erst für einen vorgezogenen April-Scherz. ABER DIE MEINEN DAS ERNST!", schreibt Twitter-Nutzer @ Agent_Dexter. So wie ihm wird es heute wohl vielen gegangen sein. So zum Beispiel @smrqdt. Der schreibt: "Mein Radio sagt mir, dass Mehdorn BER-Chef wird. Ich bin dann mal wach. #senkrechtimbett"
Andere machen sich schon an die Analyse. Wie konnte diese Personale zustande kommen? @bov twittert: Platzeck: "Wir brauchen einen Blitzableiter. Einen, den niemand ausstehen kann. Hitler oder so." Wowereit: "Ist tot. Aber …" #BER" @sebaso hingegen vermutet einen anderen Grund: "Ganz guter Schachzug von Airberlin, um an die #BER Akten zu kommen." Wenn man bedenkt, dass Mehdorn noch im vergangenen Jahr mit einer Klage gegen die Flughafenbetreiber beschäftigt war, steckt darin mehr als nur Witz.
Die taz hat derweil die – nicht ganz ernst gemeinte – Stellenausschreibung für Mehdorns neuen Posten auf Facebook geteilt. Auch auf Twitter kann die linke Zeitung bei diesem Thema nicht ganz ernst bleiben. Ihren Beitrag kündigt sie mit folgenden Worten an: "Hartmut Mehdorn wird #BER -Chef. Die Maya haben sich nur um 3 Monate verrechnet."
Auch die Politik kann sich Kommentare nicht verkneifen. Jürgen Trittin twittert: "Der 8. März als 1. April, Hartmut Mehdorn wird #BER-Chef. Von #S21 zu #BER – da wächst zusammen was zusammen gehört." Seine Parteikollegin Steffi Lemke witzelt: "Mehdorn soll BER-Chef werden. In Tegel knallen grad die Sektkorken."
Andere machen sich statt um dem Flughafen derweil Sorgen um den Beruf der Satiriker. Christian Jakubetz sieht in Berlin die Stadt der Realsatire. Nutzer @tarzun fragt bereits: "Der Postillon muss nun aufgeben, Welke in Rente gehen. Wie will man bei so einer Realität noch Satire machen?" Noch dramatischer sieht es @bov. Der tickert: "Nachrichten +++ Mehdorn wird BER-Chef +++ Rätselhafte Suizidwelle unter Satirikern +++ Wetter: bedeckt, um null Grad +++" 
Auch andere Personalien kommen nun auf den Tisch: Der bereits erwähnte Christian Jakubetz fragt: "Und was kommt als nächstes? Benedikt wird Bahnchef?" taz-Redakter Martin Kaul vermeldet: "+ + + EIL + + + Josef Ackermann übernimmt Vorsitz von Brot für die Welt + + + EIL + + +", und noch mal @bov meint: "Ponader, das hätte man ja noch verstehen können. Aber Mehdorn?" Denis Krick bedauert: "Nun ist #Mehdorn leider aus dem Papstrennen raus."
Und was machen eigentlich die anderen Großbaustellen jetzt? Nutzer @p0litix sieht Stuttgart21 nun an der Reihe: "Im Kampf um den Titel "Größtes Milliardengrab" spielt #BER nun die #Mehdorn-Karte und bringt #S21 unter Zugzwang."
Nutzerin @totalrefexion schafft passend zum Weltfrauentag noch den Bogen zur Diskussion um eine Frauenquote in Führungspositionen. Sie twittert: "Wie wir an Herrn #Mehdorn sehen, setzt sich ohne #Quote immer und ausschließlich Kompetenz durch." Und wer weiß, vielleicht fängt der unechte Hartmut Mehdorn auf Twitter ja nun wieder an zu zwitschern. Sein letzter Beitrag stammt aus dem August 2009: "Ich hasse den sommer, da werfen kleine männer noch kürzere schatten"

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