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Bellut: ARD/ZDF-Jugendkanal nur nach Auftrag durch Politik

ZDF-Intendant Bellut hat sich in einer Pressemitteilung klar zu einem eventuellen Jugendkanal von ARD und ZDF positioniert. Nur nach Auftrag durch die Politik, mit zusätzlichem Personal und einer Überarbeitung der Mediathek-Regelungen könne ein solcher Kanal umgesetzt werden.

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Bellut stehe einem gemeinsamen Jugendkanal mit der ARD "grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber", so das ZDF in seiner Mitteilung. Ein solcher Sender könne die Lücke zwischen KiKA und zdf_neo schließen, habe aber auch Risiken, So würde man sich "zwangsläufig in einer Qualitätsnische mit einem eher überschaubaren quantitativen Erfolg" bewegen.

Beteiligen wolle sich Bellut an einem solchen Projekt aber nur, "wenn folgende Rahmenbedingungen durch den Rundfunkgesetzgeber geschaffen oder fest zugesagt seien: eine klare Beauftragung durch die Bundesländer, eine ausreichende Finanzausstattung, zusätzliches Personal und eine Öffnung des Telemedienangebots unter anderem mit dem Wegfall der 7-Tage-Regelung und der Möglichkeit, auch Kaufserien und Spielfilme in der Mediathek zeigen zu können."

Als finanziellen Rahmen nennt Bellut 50 bsi 60 Mio. Euro. "Will man mit dem Angebot einen messbaren und nachhaltigen Erfolg erreichen, werden nach unseren Schätzungen noch deutlich mehr Mittel erforderlich", so der ZDF-Intendant. Starten könne der Sender nicht vor Jahresbeginn 2017.

Auch SWR-Intendant Peter Boudgoust, der die Idee eines gemeimsamen ARD-ZDF-Jugendkanals vorangetrieben hatte, äußert sich zu Belluts Forderung und unterstützt sie: "Wir sind uns einig, dass es dazu einer Beauftragung durch die Politik bedarf und dass die Finanzierung gesichert sein muss. Wie verabredet, werden wir noch in diesem Jahr ein inhaltliches Konzept für ein solches gemeinsames Jugendangebot erarbeiten."

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