Joyn: Telekom startet WhatsApp-Konkurrent

Mehr Sicherheit und weniger verbrauchtes Datenvolumen: Damit wirbt die Telekom für den jüngst gestarteten Messenger-Dienst Joyn. Damit sollen Telekomkunden aus einer App heraus chatten, Dateien teilen und Telefonate mit Live-Video führen können. So will die Anwendung etablierten Apps wie WhatsApp Konkurrenz machen. Was macht die Sofware anders? Was besser? MEEDIA beantwortet die wichtigsten Fragen zum neuen Messenger.

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Wem nützt die Software?
Die Chat-Funktion und das Versenden von Dateien ist für Telekom-Kunden mit einem Tarif inklusive Daten- oder SMS-Flat allnet ohne zusätzliche Kosten nutzbar – das gebuchte Datenvolumen wird nicht angetastet. Ein Mehrwert, den etwa Anwendungen wie WhatsApp nicht bieten können. Die einzelnen Dateien dürfen bis zu 15 Megabyte groß sein. Auch bei beim Videochat fallen im Rahmen von Sprachflats oder Sprach-Minutenpaketen keine zusätzlichen Kosten an, gab die Telekom bekannt.

Um für das Tool zu werben, können außerdem bis zum 31. August 2013 alle Mobilfunkkunden mit Prepaid- oder Laufzeitvertrag der Telekom die App ohne weitere Kosten nutzen. Der Empfang von Joyn-Nachrichten und Dateien im deutschen Telekom Mobilfunknetz ist auch ohne Datenflat kostenlos.

Wer kann die Software noch nutzen?
Joyn soll als netzübergreifender Dienst funktionieren. Mit der Deutschen Telekom und Vodafone bieten derzeit zwei der größten Netzbetreiber den Dienst an. Telefónica (ehemals O2) setzt ebenfalls auf den neuen Standard, sodass durch Joyn zukünftig über 80 Prozent der Mobilfunkkunden in Deutschland erreicht werden sollen.

Ist die App sicherer als WhatsApp?

Zumindest versprechen das die Betreiber. Während WhatsApp zuletzt mit Sicherheitslücken und dubiosen Ketten-Mails zu kämpfen hatte, setzt man bei Joyn auf europäische Datenschutzstandards. Schließlich befinden sich die Server auch auf deutschem Boden. Das Adressbuch des Smartphones bleibt – anders als bei den anderen Messengern – immer lokal auf dem Gerät und wird nicht auf global verteilte Server als Kopie hochgeladen und dort unbegrenzt gespeichert. Kleiner Wermutstropfen: Beim Einloggen über ein öffentliches WLAN werden Nachrichteninhalte anfangs noch nicht verschlüsselt übertragen. Diese Einschränkung wird die Telekom im Sommer 2013 beheben und empfiehlt bis dahin, den Service über das Telekom Mobilfunknetz bzw. nur über verschlüsselte WLAN-Netze zu nutzen.

Wann ist die App erhältlich?
Ab sofort steht Joyn in einer Beta-Version im Google Play Store für Android ab Version 2.3 und in Kürze auch in Apples App Store für iOS ab Version 4.0 zum kostenlosen Download bereit. Ferner soll die Anwendung auf neuen Smartphones von Samsung, HTC, Sony, Nokia, LG und vielen anderen Herstellern vorinstalliert sein. 

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