Radio-MA: Öffentlich-Rechtliche gewinnen

Zweimal im Jahr sitzen Deutschlands Radiomacher gebannt und aufgeregt vor den Rechnern: Die Hörer-Zahlen der media analyse Radio werden veröffentlicht. Freude dürfte diesmal vor allem bei den Öffentlich-Rechtlichen herrschen: Die von der ARD-Werbung vermarkteten Sender gewannen 122.000 Hörer hinzu, die private Konkurrenz der RMS büßte 246.000 Hörer ein. NDR 2 ist dabei der größte Gewinner - mit einem Plus von 128.000. Dahinter folgen im Aufsteiger-Ranking vier weitere Öffentlich-Rechtliche.

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Mit den 128.000 hinzu gewonnenen Hörern verbesserte sich NDR 2 auf 924.000 – die Mio.-Marke ist nicht mehr weit. Prozentual gesehen entspricht das Plus satten 16,1%, der Sender baute seine Position als stärkster werberelevanter Hörfunk-Kanal im Norden weiter aus.

Die vier weiteren öffentlich-rechtlichen Sender, die sich an der Spitze der Aufsteiger-Top-Ten finden sind mdr 1 Radio Sachsen, mdr Jump, WDR 2 und Bayern 3 – ein bunter Mix verschiedener Konzepte also. Nach prozentualen Werten, statt nach absoluten Zahlen haben zwei kleinere Anbieter besonders deutlich zugelegt: die City Kombi Rheinland-Pfalz verbesserte sich um 35,5% auf 84.000 Hörer, Energy Sachsen kletterte sogar um 35,7% auf 57.000.

Größter Verlierer der ma Radio 2013 I ist das Potsdamer BB Radio: 53.000 Hörer gingen dem Sender verloren – ein dramatisches Minus von 24,7%. 51.000 Hörer büßte SWR1 RP ein, 41.000 Bayern 1. Richtig bitter sieht es bei Energy München aus: Mit einem Minus von 32.000 Hörern bzw. 51,6% verlor der Kanal im Vergleich zur ma 2012 II mehr als die Hälfte seines Publikum. Auch das kleine Jam FM Berlin gehört zu den großen Verlieren: Es schrumpfte um 29,7% auf 26.000 Hörer pro Durchschnittsstunde.

Die klare Nummer 1 der deutschen Radioszene bleibt unterdessen ganz klar der Lokalsenderverbund Radio NRW. 1,71 Mio. Hörer verzeichnet der Anbieter montags bis freitags zwischen 6 Uhr und 18 Uhr im Durchschnitt pro Stunde – über 400.000 mehr als die Nummer 2 Antenne Bayern. Die Top 3, also auch SWR 3 büßte dabei jeweils ein paar Hörer ein, der erste Aufsteiger findet sich mit 1Live auf Platz 4. Einen Sprung auf Platz 7 machte der Aufsteiger NDR 2, mdr 1 Radio Sachsen verbesserte sich von Platz 16 auf Rang 14.

Sogar neun Plätze gut gemacht hat im Vergleich zur vorigen ma 104.6 RTL. Der Sender gewann 23.000 Hörer hinzu und sprang von 35 auf 26. Im Windschatten verbesserte sich auch ein weiterer RTL-Sender: 89.0 RTL aus Halle kletterte von 34 auf 27. Nach unten fielen hingegen u.a. Radio Hamburg, sowie vor allem die beiden großen Verlierer SWR1 RP (von 26 auf 38) und BB Radio (von 32 auf 44).

An dieser Stelle bieten wir auch unseren traditionellen Blick auf die Entwicklungen in allen 16 Bundesländern.

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