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Murdoch privat – der Tycoon im Social Web

Rupert Murdoch. Mit diesem Namen verbindet man News Corp., den stramm konservativen US-Newssender FOX News, den Abhörskandal bei der News of the World in Großbritannien. Im Social Web offenbart der Tycoon auch andere Seiten. Auf einem persönlichen Tumblr-Blog sieht man ihn beim Scheren von Schafen oder Boccia spielen. Bei Twitter fällt er immer wieder durch manchmal überraschende Meinungs-Äußerungen auf. Der Medien-Tycoon kennt keine Berührungsängste mit dem Social Web.

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In manchen Teilen erinnert das Blog an die bekannten "X looking at things". Da sieht man Rupert Murdoch wie er eine Boccia-Kugel anschaut, Flachbildschirme betrachtet oder die Aussicht genießt. Doch der Tumbr heißt nicht "Murdoch looking at things" und wird nicht von Unbekannten betreiben. Der Name lautet stattdessen "Murdoch here", jene bei Mitarbeitern gefürchtete Formulierung ist, mit der sich der Boss am Telefon meldet. 
In der Beschreibung zum Blog heißt es dementsprechend auch:
"New York, Los Angeles, London, Sydney oder wo auch immer Rupert Murdoch gerade auf der Welt ist… Dies ist ein flüchtiger Blick darauf, wie das Leben mit dem News Corp. Vorstand und CEO hinter den Kulissen ausschaut. Und, wo auch immer er ist, diejenige die für ihn arbeiten wissen, dass das Telefon jederzeit klingeln kann und sie hören werden… ‚Murdoch here‘."
Seit dem 7. Mai 2012 ist das Blog online. In unregelmäßigen Abständen veröffentlicht Murdochs rechte Hand, seine Assistentin Natalie Ravitz, hier teilweise beeindruckende Fotos. Neben Bildern, die Murdoch im Gespräch mit Geschäftspartnern oder Kollegen zeigen sind es Schnappschüsse aus dem Privatleben: Murdoch beim Scheren eines Schafs, Murdoch wie er Boccia spielt, Murdoch wie er vor beeindruckender Naturkulisse Zeit mit seinem Sohn verbringt.
Gelegentlich teilt Ravitz im Blog auch Tweets des CEO. Auf Twitter ist Murdoch höchstpersönlich seit dem Jahreswechsel 2011/2012 aktiv. Von ehemaligen britischen Minister John Prescott wurde er in Anspielung auf den Abhörskandal begrüßt mit: "Willkommen auf Twitter @rubertmurdoch. Ich habe Ihnen eine Neujahrsbotschaft auf meinem Anrufbeantworter hinterlassen."
Abgeschreckt hat das Murdoch nicht. Er ist weiter auf Twitter aktiv, hat mittlerweile über 400.000 Follower und auch wenn er nur etwa 50 Personen selber folgt, antwortet er doch häufig auf Tweets, die ihn erwähnen. Murdoch hat mit seinen meinungsstarken Tweets auch schon des öfteren für Schlagzeilen gesorgt. So twitterte er im November vergangenes Jahr über die "jüdische Presse", die sich bei der Berichterstattung zum Nahost-Konflikt auf die Seite der Hamas schlage. Der Tweet sorgte für solchen Aufruhr, dass Murdoch sich später dafür entschuldigte. Manchmal kann der konservative Murdoch mit seinen Einlassungen auch überraschen. So twitterte er nach einem schrecklichen Amoklauf im US-Bundesstaat Connecticut im Dezember vergangenes Jahr: "Terrible news today. When will politicians find courage to ban automatic weapons? As in Oz after similar tragedy." Der Eigentümer von FOX News spricht sich öffentlich für ein Verbot von automatischen Waffen aus – so lernt man im Social Web auch die eine oder andere neue Seite an Figuren wie Rupert Murdoch kennen.

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