Rätselraten um dapd-Zukunft

MEEDIA hatte am Dienstag aus dapd-Kreisen erfahren, dass die Agentur dapd nach ihrer zweiten Insolvenz die Arbeit einstellen müsse. Die Info einer glaubhaften Quelle erwies sich als falsch: Am späten Nachmittag genehmigte die Arbeitsagentur Berlin einen Vorschuss aufs Insolvenzgeld. Insolvenzverwalterin Petra Hilgers selbst war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Am vergangenen Freitag ging die dapd zum zweiten Mal in die Insolvenz.

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Die Nachricht vom Vorschuss aufs Insolvenzgeld wurde vom Newsroom-Chefredakteur Bülend Ürük via Twitter verbreitet. Der neue Geschäftsführer Ulrich Ende, der erst seit Anfang Februar im Amt ist und die Agentur mit Hilfe der Investoren Wolfgang Pabst und Christoph Bausinger weiterführen wollte, hatte am vergangenen Freitag zum zweiten Mal in Berlin die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens für die dapd beantragt. Ende hatte gegenüber der Belegschaft erklärt, der Grund für die neuerliche Pleite liege darin, dass 62 Mitarbeiter eine Kündigungsschutzklage mit unabsehbaren finanziellen Folgen eingereicht hätten. Dies sei nicht eingeplant gewesen.

Angeblich sollen die neuen Investoren statt der benötigten vier Millionen Euro bislang auch nur 1,5 Millionen Euro gezahlt haben. Laut Tagesspiegel warten die dapd-Mitarbeiter noch auf ihr Februar-Gehalt. Derzeit arbeiten noch rund 180 Leute für die Agentur.

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