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News-Top-50: Große verlieren deutlich

Keine der 13 populärsten Nachrichten-Websites hat im Dezember mehr Nutzer erreicht als im November. Das zeigen zumindest die Daten der AGOF, die am Donnerstag veröffentlicht wurden. Demnach büßten in der Top Ten vor allem RP Online, n-tv.de und Süddeutsche.de Nutzer ein, am glimpflichsten kamen Die Welt und Spiegel Online davon. Etwas weiter hinten gab es noch deutlichere Verluste: die Frankfurter Rundschau rauschte um 23,9% nach unten, die Berliner Morgenpost um 17,7% und das Hamburger Abendblatt um 17,7%.

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An der Spitze der AGOF-Charts der Nachrichten-Websites findet sich weiter Bild.de. Mit 11,48 Mio. zu 10,87 Mio. Unique Usern schrumpft der Vorsprung auf Spiegel Online jedoch weiter. Neben deutlichen Verlusten in Rubriken wie Videos, Motorsport und Politik/Ausland könnte aber ein weiterer Grund einen großen Anteil daran haben, dass der Vorsprung von Bild.de auf Spiegel Online seit Oktober in sich zusammen fällt. Seitdem müssen mobile Websites nämlich mit einem anderen IVW/AGOF-Zählcode ausgestattet werden, um sie von den stationären Websites zu unterscheiden. Die mobilen Angebote werden daher seitdem nicht mehr in die AGOF-internet-facts hinein gerechnet, Angebote mit vielen mobilen Nutzern wie Bild.de werden von dieser Maßnahme besonders hart getroffen.

Der größte Verlierer heißt nach absoluten Zahlen in diesem Monat aber nicht Bild.de, sondern Focus Online. 710.000 Unique User verlor das Angebot im Vergleich zum November. Besonders deutlich verlor man in den Ressorts Politik und Sport – jeweils fast 500.000 Nutzer. Prozentual gesehen ist der größte Verlierer innerhalb der Top Ten jedoch RP Online, das 10,9% einbüßte – besonders stark beim Regionalen und im Sport.

Auf den Rängen 11 bis 25 gibt es weitere Angebote, die mehr als 10% ihrer November-Nutzer verabschiedeten: Abendblatt.de, manager-magazin.de, news.de, die Frankfurter Rundschau und die Berliner Morgenpost. Die Frankfurter Rundschau büßte sogar heftige 23,9% ein. Ob dieses Minus im direkten Zusammenhang mit dem mysteriösen 51,8%-Plus der Berliner Zeitung, dem Noch-Verlagsbruder, steht, ob also womöglich im Zuge der Insolvenz Inhalte von der FR zur Berliner Zeitung umgeschichtet wurden, lässt sich nicht mit letzter Klarheit sagen, die Berliner Zeitung hat sich bis dato nicht gegenüber MEEDIA geäußert. Zu den Gewinnern gehören neben der Berliner Zeitung in kleinerem Rahmen auch tagesspiegel.de, die Augsburger Allgemeine und Express.de.

Auch in der zweiten Hälfte unserer Top 50 überwiegen die Verlierer. Am deutlichsten traf es hier logischerweise FTD.de, das ja nur bis Anfang Dezember existierte und sich nun mit 650.000 Unique Usern aus der AGOF verabschiedet. Echtere Verluste gab es prozentual gesehen am stärksten für SZ-Online, die Rhein-Zeitung, die Westfälischen Nachrichten und die Südwest Presse. Nach oben sprang hingegen BerlinOnline, das offenbar von seinem Relaunch mit mehr lokalen Nachrichten profitierte, der Ende November vollzogen wurde. Schöne Gewinne von 8,8% und 6,4% gab es zudem für shz.de und die Hannoversche Allgemeine.

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