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FAZ hat FR-Kaufvertrag unterschrieben

Der Kauf der Frankfurter Rundschau durch die FAZ ist besiegelt: Nachdem das Bundeskartellamt am Mittwoch grünes Licht für eine Übernahme gab, hab die Beteiligten am Donnerstagmorgen den Kaufvertrag unterzeichnet. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH und die Frankfurter Societät GmbH gaben bekannt, die FR vom 1. März 2013 an in einer unabhängigen Verlags- und Redaktionsgesellschaft weiterzuführen, der Frankfurter Rundschau GmbH. Arnd Festerling bleibt Chefredakteur.

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Die neuen Eigentümer beabsichtigen, die ursprüngliche Eigentümerin der Frankfurter Rundschau, die Karl-Gerold-Stiftung, an der Frankfurter Rundschau GmbH beteiligen. Dies gilt noch vorbehaltlich einer formellen Genehmigung durch die Stiftungsaufsicht. Die Frankfurter Societät GmbH (gibt u.a. die Frankfurter Neue Presse heraus) wird dann 55 Prozent der Anteile an der Gesellschaft halten. Sie führt das neue Unternehmen und zeichnet für den operativen Betrieb verantwortlich.
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH wird 35 Prozent und die Karl-Gerold-Stiftung 10 Prozent der Anteile halten. Letztere garantiere mit ihrer Stiftungsverfassung auch die Ausrichtung der Frankfurter Rundschau als unabhängige, linksliberale Tageszeitung, betonen die neuen Eigner.
Als Inhaberin der Titelrechte soll die die Frankfurter Rundschau GmbH mit einer eigenständigen, unabhängigen Redaktion die Herausgabe der gedruckten sowie der digitalen Ausgabe verantworten. Die Stammredaktion besteht, wie bereits im Vorfeld spekuliert, zunächst aus 28 Redakteuren. Diese sollen ihre Arbeit schwerpunktmäßig auf die Regionalberichterstattung ausrichten. Ünterstützung sollen sie durch den ortsansässigen Redaktionsdienstleister Pressedienst Frankfurt erfahren.
Mantel zunächst weiter von DuMont
Die Mantelseiten werden bis zum Aufbau einer eigenständigen überregionalen Redaktion weiter durch die DuMont Redaktionsgemeinschaft in Berlin zugeliefert, wie die neuen Eigentümer bekannt gaben. Der bisherige Chefredakteur der Frankfurter Rundschau, Arnd Festerling, führt die Redaktion auch in der neuen Gesellschaft weiter.
Die Verlagsaufgaben werden in großen Teilen in die bestehenden Strukturen der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH und der RheinMainMedia GmbH integriert. Den Druck der Zeitung wird die Frankfurter Societäts-Druckerei GmbH ab 1. Mai 2013 übernehmen. Die Koordination der verschiedenen Bereiche erfolgt durch die neue Frankfurter Rundschau GmbH.
"Wir glauben an die Zukunft der Marke Frankfurter Rundschau. Aus dieser Überzeugung heraus packen wir die neue Herausforderung an. Wir sehen uns in der Lage, die Frankfurter Rundschau wirtschaftlich erfolgreich zu führen und ihr dadurch regional wie überregional eine Perspektive zu geben", benennt Hans Homrighausen, Geschäftsführer der Frankfurter Societät GmbH, das Ziel der beiden Schwesterunternehmen.
Tobias Trevisan, Geschäftsführer der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH sagt: "Auch wenn die Umstände um die Insolvenz der Frankfurter Rundschau und der Verlust vieler Arbeitsplätze sehr bedauerlich sind, freuen wir uns, dass wir durch die Gründung einer unabhängigen Gesellschaft sowie durch die Integration der Verlagsaufgaben in die Strukturen der FAZ einen wichtigen Beitrag zur Fortführung der Traditionszeitung leisten können." Trevisan führt fort: "Als unabhängige Stimme soll die Frankfurter Rundschau auch in Zukunft wesentlich zur Meinungsvielfalt beitragen."

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