ZDF versteckt “Lerchenberg” spät nachts

Fernsehen In München hat das ZDF der Presse vorab die neue Sitcom "Lerchenberg" vorgeführt. In der selbstironischen Miniserie spielt Sascha Hehn sich selbst als eitlen TV-Fatzke, dem eine ZDF-Redakteurin zu einem Comeback verhelfen soll. "Lerchenberg" wird erstmal im Digitalkanal ZDFneo ausgestrahlt, und zwar am 30. und 31. März um 23.15 Uhr jeweils als Doppelfolge. Ein ziemlich unattraktiver Sendeplatz für eine Serie, die als ein selbstironisches Highlight zum 50. Sender-Jubiläum angekündigt war.

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Im Hauptprogramm des ZDF wird "Lerchenberg" dann am 5. und 12. April wiederholt, jeweils "schon" um 23 Uhr. Aber der Sendeplatz im Hauptprogramm – direkt nach der beliebten "heute show" – ist sogar attraktiver als der im Nischenkanal ZDFneo.

Laut ZDF sollen die späten Sendeplätze ein "Wunschtermin" sein. Am 30. und 31. März ist das Osterwochenende. Zu diesem Termin würden auch spät in der Nacht noch zahlreiche Zuschauer einschalten. Klingt ein bisschen nach Ausrede. Zumindest auf ZDFneo wäre ein attraktiverer Sendeplatz wünschenswert gewesen – hier hätte schließlich auch keine Gefahr bestanden, das ältere ZDF-Stammpublikum mit einer Überdosis Selbstironie zu verschrecken.

Die Story von "Lerchenberg" dreht sich um die idealistische junge TV-Redakteurin Billie (gespielt von Eva Löbau), die Alt-ZDF-Star Sascha Hehn für ihr Projekt aufgedrückt bekommt. Die Dreharbeiten finden zum großen Teil direkt vor Ort im ZDF-Sendezentrum am Lerchenberg in Mainz statt. “Reale Personen, reale Drehorte und reale Bezüge werden mit fiktiven und satirisch zugespitzten Elementen gemischt”, verspricht der Sender.

Schade, dass das ZDF bei der Wahl des Sendeplatzes noch nicht einmal im Digitalkanal ZDFneo etwas mehr Mut zeigt.

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