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Berliner Senat stoppt RTLs „Babyboom“-Doku

Der Berliner Senat hat offenbar Bedenken wegen der neuen RTL Dokumentation “Babyboom - Willkommen im Leben”, die derzeit auf der Entbindungsstation des Berliner Vivantes Klinikums gedreht wird. Der Senat ließ die Dreharbeiten wegen möglicher Probleme mit dem Kinderschutz und Arbeitnehmerrechten stoppen. Das Besondere an dem neuen Format ist, dass automatische Kameras das Geschehen auf der Geburtstation rund um die Uhr beobachten. Ursprünglich kommt das Format aus England.

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Laut Bild-Zeitung hat der Berliner Gesundheitssenator Mario Czaja das Konzept der Sendung bereits in den vergangenen Tagen massiv kritisiert. Dem Senat hat offenbar auch nicht gepasst, dass er zum Drehstart über das TV-Projekt nicht informiert war. Das Vivantes-Klinikum gehört zum Land Berlin – darum konnte der Gesundheitssenator auch die Anweisung geben, die Dreharbeiten zu stoppen.

Eine RTL-Sprecherin sagte zu MEEDIA zu dem Vorfall: „Sämtliche Rechtefragen wurden weit im Vorfeld und in enger Zusammenarbeit zwischen Produzent und Klinik geklärt. Wir gehen daher davon aus, dass die Dreharbeiten weitergehen können. Kritikern empfehlen wir bei aller Wertschätzung, sich zu informieren, bevor sie ein Urteil fällen.“

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Bei der nächsten Aufsichtsratssitzung des Klinikums, am 20. März soll das Thema RTL Baby-Doku erneut diskutiert werden. “Babyboom” ist die deutsche Adaption des britischen Erfolgsformats “One Born Every Minute”. In Großbritannien wurde bereits in mehreren Staffeln das Geschehen in einer Geburtsklinik rund um die Uhr gefilmt und zu emotionalen Dokumentationen verarbeitet, die auch mit dem renommierten britischen TV-Preis BAFTA ausgezeichnet wurde. Diese neue Art der Doku nennt sich Multi Rig Documentary. Für RTL kommt der Ärger um das neue Format ungelegen. “One Born Every Minute” war in Großbritannien ein großer Quotenhit. Für “Babyboom” erhofft sich auch RTL einen neuen Quotenhit.

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