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Gruner + Jahr einigt sich mit FTD-Mitarbeitern

Nach dem Aus für die Financial Times Deutschland hat sich Gruner + Jahr nun mit dem Betriebsrat und den betroffenen Mitarbeitern auf einen Sozialplan geeinigt. Gekündigte Mitarbeiter erhalten pro Jahr der Betriebszugehörigkeit ein halbes Monatsgehalt plus ein weiteres halbes Monatsgehalt, wenn auf eine Kündigungsschutzklage verzichtet wird. Darüber hinaus richtet G+J eine Transfergesellschaft und einen Härtefonds in Höhe von vier Mio. Euro ein.

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Vor wenigen Tagen hieß es noch, die betroffenen Mitarbeiter würden Kündigungsschutzklage einreichen. Dem Betriebsrat war die vom Verlag angebotene Abfindung in Höhe von maximal zwölf Monatsgehältern zu niedrig. Nun bleibt es nominell bei den maximal zwölf Gehältern, der Verlag hat sich in der Frage der Berechnungsformel für die Abfindung also durchgesetzt. Allerdings hat G+J auch einiges an Zusatzleistungen bereitgestellt. Zum einen wird für zehn Monate eine Transfergesellschaft eingerichtet. Dort können interessierte Mitarbeiter weitergebildet werden und sie bekommen Hilfestellung bei der Suche nach neuen Jobs. Es ist auch möglich, zwei Monate länger in der Transfergesellschaft zu bleiben.

Außerdem richtet der Verlag einen Härtefonds in Höhe von vier Mio. Euro ein. Damit sollen Mitarbeiter finanziell unterstützt werden, die sich in einer besonderen Härtesituation befinden. Dazu können beispielsweise Unterhaltspflichten zählen, eine Schwerbehinderung oder eine anhaltend besonders schwierige Lage am Arbeitsmarkt. Eine Kommission, die von Verlag und Betriebsräten besetzt wird, entscheidet über die Zuteilung der Mittel aus dem Fonds.

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Studentische Aushilfen erhalten ihr Einkommen von Dezember 2012 bis Februar 2013. G+J-Deutschland-Chefin Julia Jäkel sagte dazu: „Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, so schnell eine gute Einigung zu erzielen. Mit dieser Vereinbarung lebt Gruner + Jahr seine Verantwortung gegenüber den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Besonders möchte ich mich bei den Arbeitnehmervertretern für die in der Sache robusten, aber in Umgang und Stil fairen und konstruktiven Verhandlungen bedanken.“

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