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DuMont-Erbe tritt Anteile an Eltern ab

Komplettausstieg bei M. DuMont Schauberg: In einer knappen Mitteilung gibt die Kölner Verlagsgruppe bekannt, dass Konstantin Neven DuMont seine Geschäftsanteile „im gegenseitigen Einvernehmen“ an seine Eltern übertragen hat. Zuletzt hielt der Sohn des Verlagspatriarchen Alfred Neven DuMont noch sieben Prozent des Kommanditkapitals des Familienunternehmens. Bereits im Dezember 2010 war er als Vorstand der Mediengruppe ausgeschieden. Ob und wie viel Geld für die Transaktion geflossen ist, ist nicht bekannt.

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Bevor Konstantin seine Ämter innerhalb des Familienunternehmens verlor, kam es zu einer monatelangen Kontroverse und Debatte. Höhepunkt dieses Disputes war der Vorwurf der Verlagsgruppe, dass er sich „in abträglicher und geschäftsschädigender Weise über das eigene Unternehmen in der Öffentlichkeit, einschließlich in Konkurrenzblättern“, geäußert habe.

Seit 1998 war Konstantin Neven DuMont in verschiedenen Führungsfunktionen in dem Verlag tätig. So war er Geschäftsführer, Sprecher der Geschäftsleitung des Unternehmensbereich Köln und von Januar 2009 bis Dezember 2010 sogar als Vorstand verantwortlich für Unternehmensstrategie und Kommunikation.

Nach seinen Ausscheiden aus dem Verlag gründete er im Mai 2011 das Unternehmen KNDM GmbH. Zudem ging im Dezember desselben Jahres die Web-Plattform evidero.de online. Das Projekt beschäftigt sich überwiegend mit Nachhaltigkeitsthemen.
Trotz seines Ausstieges aus dem operativen Geschäft, mischt sich der Junior in den vergangenen Wochen immer wieder in die Verlagsangelegenheiten ein. So sorgte ein mittlerweile gelöschter Facebook-Kommentar für Aufregung. Der Verleger-Sohn schrieb, er habe in der Mitarbeiterzeitung MDS Intern von einer “optimistischen Zukunft” gelesen und fügte hinzu: “Wenn die Mitarbeiter wüssten…“. Nachdem zahlreiche besorgte Nachfragen in den Kommentaren aufliefen, löschte er den Kommentar. Gegenüber MEEDIA kritisierte er die “Schönfärberei” bei MDS.…”.

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