Der Papst will auch nicht mehr twittern

Wenn Benedikt XVI. in dieser Woche zurücktritt, enden auch die päpstlichen Botschaften auf Twitter. Dabei hatte der 85-Jährige doch gerade erst sein Interesse am 140-Zeichendienst entdeckt: Seit Dezember twitterte Benedikt XVI. unter dem Account @pontifex in Englisch und in weiteren Sprachen mit zusätzlichen Accounts. Der gestrige Tweet Benedikts XVI. klang bereits sehr nach Abschied. Am kommenden Donnerstag wird das Konto mit dem Rücktritt des Papstes geschlossen.

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Es war nur ein kurzes Gastspiel: Ganze 37 Tweets sind es geworden, die Papst Benedikt XVI. über den beliebten Kurznachrichtendienst versendete. Begonnen hatte alles vor gerade mal zehn Wochen: "Liebe Freunde! Gerne verbinde ich mich mit euch über Twitter. Danke für die netten Antworten. Von Herzen segne ich euch", war am 12.12.2012 auf exakt 120 Zeichen auf dem Twitter-Account @pontifex zu lesen.

Tatsächlich: Der Papste twitterte – und das gleich in neun Sprachen. Die frohe Botschaft verbreitete sich wie ein Lauffeuer: Bis heute kommt das in Englisch geführte Hauptkonto auf 1,5 Millionen Follower. Zusammen mit Accounts in Italienisch, Deutsch, Spanisch, Französisch, Portugiesisch, Polnisch, Arabisch und Latein erreichte der Pontifex gar mehr als 2,5 Millionen Follower.

Letzter Tweet am Mittwoch erwartet

Am kommenden Donnerstag, den 28. Februar, scheidet Benedikt XVI. aus gesundheitlichen Gründen aus dem Amt. Entsprechend soll auch der Twitter-Account geschlossen werden, verkündete Radio Vatikan am Wochenende. Es sei "unvorstellbar", dass die Twitter-Aktivität fortgeführt werde, während der Heilige Stuhl vakant sei, hieß es. Die Wahl des neuen Oberhauptes der katholischen Kirche wird für Mitte März erwartet.

Für Mittwoch kündigte Radio Vatikan einen letzten Tweet an. Bereits gestern klang der Pontifex sehr nach Abschied: "In diesen besonderen Tagen bitte ich euch, für mich und für die Kirche zu beten und wie immer der Vorsehung Gottes zu vertrauen", twitterte Benedikt XVI. am Sonntag. Aber vielleicht entdeckt sein Nachfolger ja auch die Liebe zu Social Media.

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