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Cruise-Anwalt beschimpft den Bauer-Verlag

Tom Cruise und der Bauer-Verlag streiten in den USA um 50 Millionen Dollar. Auf diese Summe hat Cruise das Bauer-Magazin Life & Style verklagt, weil es den USA berichtete, dass der Hollywoodstar seine Tochter Suri vernachlässigt habe. Eine erste Anhörung ist für diesen Donnerstag anberaumt. Der Anwalt von Tom Cruise bezeichnete den Bauer-Verlag im Vorfeld als "Schmierfinken, die widerliche Lügen" verbreiten. Der Verlag würde "ahnungslosen Amerikanern ihren hämischen Müll verkaufen".

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Seit Oktober hatten sowohl Cruises Anwälte als auch der Bauer-Verlag die Möglichkeit, Auskunft über verhandlungsrelevante Details zu bekommen. Laut dem Hollywood Reporter könnte Scientology ein Thema beim kommenden Gerichtstermin am Donnerstag sein. Bauer Media verlangt demnach Auskunft darüber, wie oft Cruise seine Tochter Suri nach der Scheidung von Katie Holmes gesehen hat und welche Rolle die Sekte Scientology dabei gespielt hat. Darüber hinaus soll auch Suris mentale Verfassung angesprochen werden.

Im Gegenzug verlangen Cruises Anwälte eine Offenlegung der Quellen, die das Magazin zu der Geschichte veranlassten. Auch die gesamte Korrespondenz, etwa Mails oder Telefonprotokolle, sollen offengelegt werden. Darüber hinaus verlangen die Anwälte von Cruise Auskunft darüber, wie der Verlag seine Informanten bezahlt und deren Aussagen verifiziert. Auch Cruises Anwälte wollen seine Zugehörigkeit zu Scientoloy thematisieren. So wollen sie unter anderem wissen, wie der Verlag über religiöse Minderheiten und deren Mitglieder berichtet. Wie der Klageschrift zu entnehmen ist, wurde die erste Anhörung für kommenden Donnerstag um 15 Uhr kalifornischer Zeit anberaumt.

Im Vorfeld sagte Cruises Anwalt Bert Fields gegenüber dem Hollywood Reporter: “Tom ist keiner, der einfach die Leute verklagt”, erklärte er gegenüber dem Hollywood Reporter. “Er ist kein streitsüchtiger Kerl. Aber wenn diese Schmierfinken mit widerlichen Lügen über die Beziehung zu seinem Kind versuchen, Geld zu machen, können Sie darauf wetten, dass er klagen wird.”

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Es ist nicht das erste Mal, dass der Anwalt gegen Bauer polemisiert. Schon im Oktober vergangenen Jahres hatte Fields versucht, Stimmung gegen den Verlag zu machen. So ließ er gegenüber dem Hollywood Reporter verlauten, dass hinter diesen "Serien-Diffamierungen" ein ausländisches Unternehmen mit Firmenzentrale in Hamburg stünde. Fields: "Die machen ihr Geld, indem sie ahnungslosen Amerikaner ihren hämischen Müll verkaufen". Weiter argumentiert Fields, dass nur eine hohe Geldstrafe, Bauer bremsen könne. "Tom würde das Geld einen guten Zweck spenden, so wie er es bislang immer gemacht hat", sagte er.

Tatsächlich könnte eine Spende den Prozess wohl noch abwenden – zumindest mit Blick auf vergleichbare Streitfälle in den USA. So konnte der US-Verlag American Media im vergangenen Jahr einen Rechtsstreit mit Cruises Ex-Frau Katie Holmes beilegen, indem man einen nicht genannten Betrag für karitative Zwecke spendete. Das Magazin “Star” hatte zuvor behauptet, Holmes sei drogensüchtig.

Ob Bauer diesen Weg geht, darf allerdings bezweifelt werden. Im Herbst 2010 etwa hatte sich David Beckham gegen Bauers Magazin InTouch gewehrt. Der Fußballstar kämpfte gegen eine Story über eine vermeintliche Affäre mit einer Prostituierten. Vor dem Gericht in Los Angeles ging es um 25 Millionen Dollar. Der US-Streit endete letztlich damit, dass Beckham 140.000 Dollar an Gerichtskosten an den Verlag überweisen musste. Bauer zahlte nichts. "Die beiden Artikel um die es im Gerichtsverfahren geht, sind ohne besondere Quellen entstanden und beruhten ausschließlich auf öffentlich zugänglichen Informationen", erklärte eine Verlagssprecherin gegenüber MEEDIA. "Die Bauer Media Group wird ihre Position im Rechtsstreit mit Tom Cruise weiterverfolgen. Wir bitten um Verständnis, das wir zu dem laufenden Verfahren nicht Stellung nehmen."

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