Bertelsmann könnte BMG komplett kaufen

Schon länger will sich Bertelsmann stärker im Bereich der Musikrechte engagieren. So gehören die Gütersloher fast immer zu den Mitbietern, wenn ein neues Rechtepaket eines Labels auf dem Markt ist. Wie die britische Financial Times nun berichtet, könnte Bertelsmann nun auf einen Schlag seine Geschäfte in diesem Segment kräftig ausbauen, indem man für 500 Millionen Euro den 51-Prozent-Anteil des eigenen Partners KKR an BMG Rights Management übernimmt.

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Der Deal mit dem Finanzinvestor, der gleichzeitig größter Anteilseigner der ProSiebenSat.1 ist, könnte offenbar noch im Februar abgeschlossen werden. Der Kauf der KKR-Anteile ist keine echte Überraschung. Bereits im Dezember hatte Bertelsmann-CEO Thomas Rabe gesagt: „Sollte KKR ausscheiden wollen, dann werden wir wohl die Mehrheit an BMG anstreben, gegebenenfalls mit anderen Partnern“.

Am Freitag erst wurde bekannt, dass BMG seinen Rechtstock um rund 170.000 Aufnahmen erweitern will. Die Berliner sollen eine verbindliche Vereinbarung unterzeichnet haben, um Sanctuary Records von Universal Music zu übernehmen. "Wir freuen uns sehr darüber, die Möglichkeit zu erhalten, mit dem außergewöhnlichen Line-up des Sanctuary-Katalogs arbeiten zu können", zitiert Musikmarkt.de den BMG-CEO Hartwig Masuch. "Wir haben nie ein Geheimnis daraus gemacht, eine neue starke Einheit innerhalb der Musikindustrie zu schaffen, die sich darauf konzentriert, Services anzubieten und Einnahmen für Künstler zu generieren."

Zum Katalog von Sanctuary zählen überwiegend Metal-Bands wie Black Sabbath, Megadeth, Motörhead und Iron Maiden. Der Deal bedarf jedoch noch der Zustimmung der europäischen Kartellbehörden.

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