Spiegel: KG-Geschäftsführung ohne Mahler

Dramatisches Finale bei der Wahl der Geschäftsführer der Mitarbeiter KG des Spiegel Verlags: Armin Mahler, bislang Sprecher des fünfköpfigen Gremiums, verlor seinen Job durch Losentscheid. Mahler und Marianne Wellershoff lagen Kopf an Kopf mit je 124 Stimmen. Da die Satzung in diesem Fall den Losentscheid vorschreibt, wurde der fünfte Platz ohne Stichwahl vergeben. Neben Wellershoff gehören dem einflussreichen Gremium künftig Gunther Latsch, Thomas Hass, Rainer Buss sowie Anne-Sophie Fröhlich an.

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Traditionell wird beim Spiegel in drei Sparten gewählt: Im Bereich Verlag gab es zu Vertriebschef Hass und dem Leiter des Rechnungswesens, Rainer Buss, keine Gegenkandidaten. Beide sind bereits seit sechs Jahren KG-Geschäftsführer. Somit galt ihre Wahl schon im Vorfeld als sicher. Bei der Dokumentation setzte sich Anne-Sophie Fröhlich durch, die erstmals im Gremium vertreten ist. Bei den Redakteuren wurde (ebenfalls neu als KG-Geschäftsführer) der Reporter Gunther Latsch gewählt, dahinter kam es zum Patt von Mahler und Wellershoff mit dem bekannten Ausgang durch Zufallsentscheid.
Die Mitarbeiter KG besitzt mit 50,5 Prozent der Stimmen die Mehrheit am Verlag; deren Geschäftsführer besitzen bei allen wichtigen Entscheidungen des Hauses Stimmrecht. Daneben sind Gruner + Jahr mit einer Sperrminorität von 25,5 Prozent als Gesellschafter stimmberechtigt sowie die Erben von Rudolf Augstein, die als Minderheit allerdings keinen großen Einfluss haben.

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