Google ebenso vertrauenswürdig wie Medien

Internet-Suchmaschinen wie Google wird genauso viel Vertrauen entgegen gebracht wie traditionellen Medien. Das ist ein Ergebnis des "Trust Barometer", einer Studie der Marktfoschungs-Gesellschaft Edelman Berland. Deutlich geringer ist das Vertrauen dagegen in Soziale Medien. In Entwicklungsländern wird allen Medienkategorien generell mehr vertraut als in Industriestaaten. Interessant: In Deutschland ist das Vertrauen in Medien innerhalb des vergangenen Jahres so stark angestiegen wie in keinem anderen Land.

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58 Prozent der Befragten geben an, sie vertrauen traditionellen Medien. Ebenso viele sagen dies über Internet-Suchmaschinen. Betrachtet man nur die Industriestaaten, schaut es etwas anders aus. Hier sagen 51 Prozent, sie schenken traditionellen Medien Vertrauen, aber nur 47 Prozent sagen dies über Suchmaschinen. Wieder anders ist das Bild in Entwicklungsländern: 71 Prozent vertrauen hier Suchmaschinen, noch vor traditionellen Medien mit einem Wert von 65 Prozent. Social Media vertrauen der Befragung zufolge über alle Staaten hinweg lediglich 41 Prozent. In Industriestaaten sind es sogar nur 26 Prozent (58 Prozent in Entwicklungsländern).
Insgesamt ist das Vertrauen in Medien der Studie zufolge weltweit leicht gestiegen. Lag der Wert 2012 noch bei 52 Prozent, erreicht er 2013 57 Prozent. Besonders stark gestiegen ist das Vertrauen in Medien in Deutschland: 2012 lag der Wert gerade einmal bei 42 Prozent – auch global gesehen ein schlechter Wert. Jetzt erreicht der Wert nun 61 Prozent. Wie die Herausgeber des „Trust Barometer“ betonen geht dieser Anstieg einher mit einem generellen Vertrauensgewinn in Deutschland. Auch der Vertrauenswert für NGOs (um 16 Punkte), Wirtschaft (um 14 Punkte) und die Regierung (um 15 Punkte) seien massiv gestiegen.
Auch in Großbritannien ist das Vertrauen in die Medien massiv gestiegen, und zwar von 37 auf 47 Prozent. Eine Nachuntersuchung im Januar habe allerdings ergeben, dass dieses Vertrauen bereits wieder verspielt sei und zwar genau genommen nach der Veröffentlichung der Untersuchung zu den Telefonabhör-Aktivitäten bei „News of the World“.
Für die zum 13. mal durchgeführte Studie befragte Edelman Berland im Oktober und November des vergangenen Jahres 26.000 Personen in 26 verschiedenen Ländern mithilfe eines Online-Panels. Zusätzlich wurden noch 5.800 weitere Personen befragt.

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