Bertelsmann: US-Erlaubnis für Verlags-Fusion

Die Hürden für die Fusion der Verlagshäuser Random House und Penguin werden weniger. So genehmigt das US-Justizministerium schon einmal den Deal. Die Amerikaner verzichten zudem auf Auflagen. Damit ist die Verbindung zu Penguin Random House noch nicht endgültig, denn unter anderem muss noch die Europäische Kommission ihren Segen geben. Die Eigner Bertelsmann und Pearson begrüßen die Entscheidung und erhoffen sich Signalwirkung. Mit weiteren Entscheidungen wird in der zweiten Jahreshälfte gerechnet.

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Thomas Rabe, der Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann, sagt: "Diese positive erste Entscheidung einer der beteiligten Kartellbehörden ist ein Meilenstein auf dem Weg der Vereinigung zweier führender Verlagshäuser der Welt zu einer wirklich global agierenden Verlagsgruppe. Sie wird weltweit Investitionen in neue digitale Verlagsmodelle, in neue Vertriebswege, Produkte und Services sowie in die wichtigen Wachstumsmärkte ermöglichen."
Bertelsmann und Pearson geben an, dass sie davon ausgehen, auch die weiteren notwendigen behördlichen Genehmigungen für die Verbindung zu erhalten. Dies werde voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Jahres geschehen. Unter den Behörden, die den geplanten Merger prüfen, sind das Canadian Competition Bureau und die Europäische Kommission. 
Die beiden Unternehmen hatten Ende Oktober vergangenen Jahres erklärt, dass sie ihre jeweiligen Verlagsgeschäfte, Random House und Penguin Group, zusammenführen wollen. Seit der Bekanntgabe wird die geplante Transaktion von mehreren Kartellbehörden in verschiedenen Teilen der Welt geprüft. Die geplante Verlagsgruppe, an der Bertelsmann 53 Prozent und Pearson 47 Prozent der Anteile halten sollen, soll alle Verlagseinheiten von Random House und Penguin Group in den USA, Kanada, Großbritannien, Australien, Neuseeland, Indien und Südafrika sowie die Penguin-Aktivitäten in China und die Random-House-Verlage in Spanien und Lateinamerika umfassen. Die deutsche Verlagsgruppe Random House mit Sitz in München soll nicht Teil der Gruppe werden, sondern direkt bei Bertelsmann verbleiben.

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