Wie sich Georgina bei Lanz verdribbelte

Eine Amateurin gegen geballte Fußball-Kompetenz: Passend zum Champions-League-Match des BVB ging es auch beim Talk von Markus Lanz um das runde Leder. Zu Gast waren allerhand Fußball-Experten – und Dschungel-Sternchen Georgina. Deren Kicker-Qualifikation: Sie behauptet, mal als potentielle Fake-Freundin für einen schwulen Fußballer angesprochen worden zu sein. Aber wer hätte das gedacht: Sie spielte auch mal Regionalliga (Position: "Ähm, vorne"), oder wie heißt das in der Region?

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Man kannte sich in der Mittwochs-Runde von Markus Lanz. BVB-Pokal-Held und Stadionsprecher Nobert Dickel, Moderator und Ex-HSV-Stadionsprecher Carlo von Tiedemann, Ex-Moderator Rolf Töpperwien, Sky-Moderatorin Britta Hofmann und Kommentator Wolff-Christoph Fuss waren zu Gast. Sie redeten über die Faszination Borussia Dortmund, über unaussprechliche Spielernamen und wie man sie vor laufendem Mikrofon dennoch richtig ausspricht.
Und dann war da noch Georgina. Von Markus Lanz vorgestellt als "Langzeit Kunst-Studentin mit fast-Bachelor-Abschluss" hatte sie von den meisten Gesprächsthemen keine Ahnung. Das war aber auch nicht ihre Aufgabe. Dem Zuschauer konnte Georgina durchaus leid tun. Die Gefühlsregung schwankten irgendwo zwischen Fremdschämen und Mitleid. Inhaltlich nicht viel Beizutragen kam dem selbsternannten Glamour-Girl nach der kurzen, inhaltlich nichts Neues bringenden Nacherzählung ihres "Mir wurde angeboten Freundin eines schwulen Fußballers zu werden"-Parts nur noch die Rolle des "Dummchens" zu.
Ihrer Geschichte weitere Informationen zusteuern konnte immerhin Rolf Töpperwien, der berichtet, dass auch er von Agenturen wisse, die schwulen Fußballern Frauen für die Öffentlichkeit vermitteln. "Fußballer, die schwul sind, können sich nicht so einfach outen", so Töpperwien. "So weit sind wir einfach noch nicht."
Georgina lehnte selbst ab, wie sie betonte. Ansonsten saß sie bei Lanz teilweise minutenlang gelangweilt wirkend nur rum und spielte mit ihren Haaren, bis sie wieder versuchte sich ins Gespräch zu grätschen. Das musste sie ja auch irgendwie, schließlich hat Georgina keinen festen Platz im Mediengeschäft, will aber wie sie selbst erklärt hat nun "famous" werden. Und so tingelt sie derzeit Show um Show ab. Als nächstes ist sie am Samstag bei "Saturday Night" zu sehen 
Bei Lanz gab sie den verbalen Ballbesitz, einmal zurückgewonnen nur schwer wieder her: Im akkustischen Tiki-Taka spielte sie Kurzpass mit sich selbst und stiftete ordentlich Verwirrung in der Runde. Beispiel: Britta Hofmann erzählt wie sie zur Sport-Moderatorin wurde, dass ihre Begeisterung durch einen Stadionbesuch auf Schalke geweckt wurde und sie kurz darauf für einige Zeit auch selber Fußball spielte. Lanz fragt, wie der Freundeskreis reagiert, in dem doch eher Mädchen sind, die "wie Georgina sind" und von Pferden träumen. 
Steilvorlage für Georgina, die direkt ins argumentative Dribbling geht. Sie habe ja auch mal Fußball gespielt: "Ich und meine Freundin haben eine Fußballmannschaft gegründet haben dann auch immer gespielt so Regionalliga." Gemeint war wohl eher in der Region und auch da lief es nicht so gut, wie Georgina zu berichten weiß. Und wo haben sie gespielt, Abwehr oder Sturm? Antwort: "Ähm, vorne." Dieser kurze Einwurf hat sogar Markus Lanz für kurze Zeit aus dem Konzept gebracht.
Spätestens ab diesem Zeitpunkt musste Georgina wiederholt den Spott der anderen Gesprächsteilnehmer und auch des Moderators aushalten. Gerade Nobert Dickel neckte die junge Frau immer wieder ("Wenn du auftauchst, kann ich dir jetzt schon garantieren, sind alle Fußballer weg"). Und so sagte am Ende Carlo von Tiedemann: "Georgina du bist hier in der Runde so oft verarscht worden, ich find dich toll!"

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