Suhrkamp: Gericht vertagt eine Entscheidung

Der Streit um die Zukunft des Suhrkamp-Verlages geht in die nächste Runde: Das Landgericht Frankfurt hat am Mittwoch seine Entscheidung auf den September vertagt. Bis dahin sollen sich die Anteilseigner außergerichtlich einigen. Eine Abfindung für den Mitgesellschafter Hans Barlach ist im Gespräch. Der Hamburger Medienunternehmer soll zum Verzicht auf seine Anteile bewogen werden. Verlegerin Unseld-Berkéwicz will das Unternehmen so vor der Auflösung bewahren.

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Die zuständige Kammer für Handelssachen am Landgericht Frankfurt vertagt eine mögliche Verhandlung auf den 25. September. Ob sich Barlach allerdings zum Verkauf seiner Anteile an Suhrkamp in Höhe von 39 Prozent bewegen lässt, ist zweifelhaft. In einem Interview mit dem Spiegel kann sich der Hamburger Unternehmer vorstellen, "dass die Familienstiftung ihre Mehrheit abgibt und dass auch" die Medienholding AG ihre Anteile so weit abgebe, "um einem Dritten, einem sogenannten weißen Ritter, die Mehrheit zu verschaffen".
Die Suhrkamp-Chefin Ulla Unseld-Berkéwicz und Barlach streiten seit Jahren um die Verlagsspitze. Im Dezember 2012 hatte das Landgericht Berlin bereits Unseld-Berkéwicz als Geschäftsführerin abberufen. Sie hatte zuvor Tagungsräume für den Verlag in ihrer Berliner Villa angemietet, aber Barlach nicht informiert. Der 57-Jährige beantragte die Auflösung der Gesellschaft bei einem Nichtausschluss von Unseld-Berkéwicz.

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