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Papst-Rücktritt entfacht Social-Media-Sturm

Statt vor närrischen stehen die Nachrichten-Redaktionen vor stressigen Tagen: Papst Benedikt XVI. wird am 28. Februar sein Amt niederlegen. Seinen Entschluss teilte der Pontifex während einer öffentlichen Versammlung in Rom mit. Die Folge: Innerhalb weniger Minuten hatten fast alle Online-Newsseiten entsprechende Meldungen, bei Twitter gab es scheinbar kein anderes Thema mehr. Allerdings ist es erstaunlich, mit wieviel Häme der Rücktritt des möglicherweise kranken Pontifex kommentiert wurde.

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Italienische Zeitungen zitieren den 85-Jährigen mit den Worten, dass er die Belastung des Amtes spüre und zum Wohl der Kirche gehe.

Seinen Entschluss kündigte er in Latein an. „Nachdem ich wiederholt mein Gewissen vor Gott geprüft habe, bin ich zur Gewissheit gelangt, dass meine Kräfte infolge des vorgerückten Alters nicht mehr geeignet sind, um in angemessener Weise den Petrusdienst auszuüben“, soll er laut Bild.de in seiner Erklärung gesagt haben. „Aber die Welt, die sich so schnell verändert, wird heute durch Fragen, die für das Leben des Glaubens von großer Bedeutung sind, hin- und hergeworfen. Um trotzdem das Schifflein Petri zu steuern und das Evangelium zu verkünden, ist sowohl die Kraft des Köpers als auch die Kraft des Geistes notwendig, eine Kraft, die in den vergangenen Monaten in mir derart abgenommen hat, dass ich mein Unvermögen erkennen muss, den mir anvertrauten Dienst weiter gut auszuführen.“
Ab dem 28. Februar um 20 Uhr werde der Bischofssitz von Rom, der Stuhl des Heiligen Petrus, vakant sein.

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Die ersten Reaktionen auf Twitter teilten sich in zwei Lager. Die einen verbreiteten die reine Nachricht weiter, während die anderen sich auf sarkastische Kommentare konzentrierten. Innerhalb weniger Minuten war jeder denkbare Abschreibewitz mit Bezug auf Benedikt XVI. bereits gemacht. So schreibt @vatikan: „Ich trete nicht zurück. Ich habe Merkels vollstes Vertrauen.“ @tietmark twitterte: „Papst Benedikt tritt zurück? Hat er abgeschrieben?“. Alexander Krei witzelte: „Der Papst tritt zurück. Endlich Zeit für Kinder und Enkel.“

Trocken merke Ralf Klassen dagegen an: „Wir waren Papst“.

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